Nathalies Regungen

… im Kopf und in den Beinen

Rhythmus

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Schon immer – so sagt jedenfalls die Mama – mochte ich den Mittagsschlaf. Zu Grundschulzeiten forderte ich ihn ein, während des Gymnasiums war das dann meist nicht mehr der Fall. Aber spätestens im Studium war er wieder da.
Bei einem Studienkollegen, der mit Frau und Baby ums Eck wohnte, hielten wir uns nach dem Vordiplom meist ganztägig – unterbrochen durch wenige Vorlesungsbesuche – auf und lernten. Und ein kurzer Mittagsschlaf auf der Couch gehört einfach dazu.

Als ich für das Diplom – meist allein daheim in Augsburg – lernte, fand ich meinen idealen Rhythmus. Ich wohnte damals schon mit P. zusammen, er arbeitete. Wir standen morgens gegen 6.30 Uhr auf, nach dem Frühstück ging er aus dem Haus, ich lernte so bis 11.30. Dann erledigte ich den Haushalt, kochte mir eine Kleinigkeit und legte mich gegen 14 Uhr hin … für so drei Stunden. Dann aufstehen, rumwurschteln, P. kam nach Hause, gemeinsames Abendessen, fernsehen, Spaziergänge … bis P. gegen 22 Uhr ins Bett ging. Dann legte ich mit der Nachtschicht los. In meiner Erinnerung so bis 1.30 – 2 Uhr. eine Folge Raumschiff Enterprise und ein kleiner roter Martini zum Abschalten und ab ins Bett.

Dieser Rhythmus ist ganz wunderbar. Und wenn ich mich „gehen lasse“, falle ich genau wieder in diesen.

Nur leider läßt sich dieser Rhythmus überhaupt nicht mit einem normalen Angestelltenverhältnis in Einklang bringen. Und so gabs jahrelang nur Wochenend-Mittagsschlafe – ausgiebig aber im Urlaub ausgelebt.

Seit ich selbständig bin, nutzte ich jeden Tag, an dem ich ausnahmsweise nicht beim Kunden war, mittags ein Schläfchen zu machen. Eine halbe Stunde muß es aber mindestens sein. Die Empfehlung einer Ärztin, nur max. 5 – 10 Minuten zu schlafen, habe ich nie umsetzen können.

Momentan bin ich etwas mehr zuhause und merke, daß der langausgedehnte Mittagsschlaf doch zu viel Zeit frißt. Nachts um 24 Uhr kann ich einfach keinen mehr beruflich erreichen.

Seit drei Wochen probier ich’s ohne Mittagsschlaf, vielleicht schaff ich das auf meine alten Tage.

Written by Nathalie

19/08/2011 um 07:33

Veröffentlicht in Dinge des Lebens

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