Nathalies Regungen

… im Kopf und in den Beinen

Archive for the ‘Familiäres’ Category

10. März 2013 – was vom Tage übrig bleibt …

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Kirschzweige

  • Der Heuschnupfen schlägt das erste Mal wirklich zu und gleich sehr heftig. Die Lunge „pumpt“ – in zügigem Tempo gehen und dabei reden, funktioniert nicht mehr. Aber das schlechte Wetter wird den Pollen kurzfristig den Garaus machen.
  • Das Patenmädel besucht, der die Zeit nach einer Mandel-OP in der Klinik lang wird.

Written by Nathalie

10/03/2013 at 20:03

Mathematikerinnen und Mädchenschulen

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Die aktuelle Diskussion zum „In Mathe bin ich Deko“-Shirt von Otto und vor allem der Artikel der Berlinmittemom zum Thema „self-fulfilling prophecies“ erinnerte mich wieder an meine Uni-Zeit:

  • Von den 133 Studenten, die an der TU München Ende der 80er mit mir angefangen hatten, Diplom-Mathematik zu studieren, waren sechs weiblich.
  • Von den 6 Studentinnen waren 6, also alle, an Mädchen-Gymnasien.
  • Von den 6 Studentinnen hatte keine je die Sätze gehört „Du kannst das nicht.“ oder „Für Mädchen ist Mathe schwierig.“ oder „Studier‘ das lieber nicht als Mädchen.“ und trug wahrscheinlich auch keine ein Shirt mit der Aufschrift „In Mathe bin ich Deko“. Vergleiche mit Jungs wären, da keine vorhanden waren, eh abstrakt gewesen.

Meine ausschließlich männlichen Mathe-Lehrer unterstützen, vorallem in der Kollegstufe (an einem neusprachlichen Gymnasium) meine Idee eines Mathe- oder Physikstudiums. Meine Eltern fanden gut, daß ich studieren wollte. Was, war erst einmal nebensächlich. Ich bin nie auf die Idee gekommen, daß ich als Mädchen, junge Frau das nicht schaffen könnte. Vielleicht auch, weil es mir keiner gesagt/suggeriert hatte?

Erst später, im Berufsleben, wurde ich immer wieder damit konfrontiert. Und ich ärgere mich immer wieder über die Frage: Haben Sie auch fertig studiert? – hier schon mal erwähnt.

P.S. Von den 133 Studenten haben 34 das Studium abgeschlossen, davon 5 Studentinnen. 🙂 Geht doch.

Bronstein

Written by Nathalie

07/03/2013 at 15:07

28. Februar 2013 – was vom Tage übrig bleibt …

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N1974

Nach 39 Jahren wieder in meinen Händen – ich, im Alter von 5 Jahren. Ich mag das Bild.

Written by Nathalie

28/02/2013 at 23:33

Veröffentlicht in ... in München, Blicke, Familiäres

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Bettgeschichten … für Frau Wortschnittchen

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Frau Wortschnittchen ist neugierig und möchte wissen, wie ihre Leser schlafen bzw. liegen und sich zudecken, so als Pärchen. Und wie auch in ihren Kommentaren schon sichtbar, machen scheinbar alle Paare eine Entwicklung durch. Auch wir.

Angefangen haben wir mit einer 1,40 m * 2,00 m Matratze, die P. mit in die gemeinsame Wohnung brachte. Eine Art Futton. Hart. Puhhh. Wir wurden älter. Mir tat langsam aber sicher morgens der Rücken weh beim Aufstehen. Er verneinte das vehement. Ein tolles Bett, immer noch, sagte er.

Aber irgendwann begaben wir uns auf Matratzen-Suche und lagen Probe. Samstags in Möbelgeschäften und Matratzengeschäften, in noblen Einrichtungshäusern und in Wasserbetten-Studios. Hat man nämlich drei, vier Matratzen ausprobiert, sind danach alle gleich. Man muß wieder warten und am nächsten Wochenende wieder neues probieren. Von „Probeliegung“ zu „Probeliegung“ wurden wir „weicher“ und wir wanderten von Wasserbett über Tempur zu Kaltschaum. Und schlugen bei Kaltschaum zu. Jetzt liegen wir seit 11 Jahren auf zwei Matratzen, insgesamt 1,80 m * 2,00 m. Im Winter haben wir zwei Federbetten, im Sommer liegen wir unter Leintuch und Tagesdecke, d.h. eine Zudecke. Das funktioniert, nach wochenlangen Kämpfen immer wieder im Italien-Urlaub, inzwischen ohne Probleme. Wir möchten es nicht mehr missen.

Bald steht ein Neukauf an. Da wir wieder ein Stückchen älter geworden sind, denken wir über Lattenroste nach, (elektrisch) verstellbar. 😉

Written by Nathalie

04/01/2013 at 16:21

Veröffentlicht in Dinge des Lebens, Familiäres

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Mütter und Wünsche

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Angeregt durch die Artikel von Kaltmamsell und Frau Croco über ihre Mütter, deren Wünsche und Wegweiser für ihre Töchter mußte ich an eine Situation denken, die mir noch genau in Erinnerung ist:

Es ist Sommer 1987, d.h. ein Jahr vor meinem Abitur. Wir beide, Mama und ich, stehen auf dem Balkon, vor uns die Geranien (und am Horizont hinter Augsburg wahrscheinlich die Alpen). Es ist heiß und die Sonne scheint. Und es geht um meine Zukunft, um mein Studium. Da sagt Mama so oder so ähnlich „Studiere, laß Dich nicht festlegen, studiere nicht Lehramt, nur weil jeder sagt, daß es gut für eine Frau ist, weil sich der Beruf gut mit Mann und Kindern vereinbaren läßt.“

Es stand zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon fest, daß Mathematik und Physik Teil des Studiums sein sollten (Medizin war zwar mal Thema, aber von mir eigentlich schon wieder aussortiert). Papa votierte für Lehramt, sowie der wahrscheinlich gesamte Freundes- und Bekanntenkreis als auch die Verwandtschaft. Die Lehrer sowie der Rektor meines kleinen privaten Gymnasiums, auf das ich ging, stellten mir fast schon Anstellungsverträge aus bzw. stellten mir Praktikums- und Referendariatsplätze in Aussicht. Aber dieses festgelegt sein auf eine Richtung, einen Beruf (auch wenn das aus heutiger Brille nicht unumkehrbar ist) behagte mir nicht. Außerdem gab ich zur damaligen Zeit viele Nachhilfestunden. Ich war sicher nicht schlecht, es machte Spaß, aber eben nur mit einem Schüler, mit individuellen Rahmenbedingungen, nicht mit einem ganzen Haufen.

Daß gerade Mama mir riet, nicht den „familiären“ Weg zu gehen, fand ich schon damals gut. Sie war – wie wohl viele in ihrer Generation Mutter, mit Herz und Überzeugung.
Nach Grundschule blieb ihr nur die Hauptschule, denn ihr Vater war gestorben und meine Oma zog 7 Kinder in der Nachkriegszeit groß. Da blieb nur Geld für einen Gymnasiumsplatz, für meinen Onkel. Also gings nach der Hauptschule in die Lehre. Danach der Wechsel ins Büro eines Handelsunternehmes, wo sie auch meinen Vater kennenlernte.

Mit 30 kam ich und sie blieb zuhause, kochte, putzte, versorgte uns alle, (v)erzog mich, aber blieb doch immer informiert, lernte mit mir und für sich (in Latein ist sie heute wohl immer noch besser als ich), las in Augsburg die Süddeutsche (eine Rarität vor 25 Jahren), reiste mit uns … und … und … und …

Ich hatte nie das Gefühl, daß sie mit ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter haderte, aber sie achtete und achtet immer sehr genau, daß ich unabhängig, frei und eigenständig bin – auch wenn sie P. sehr mag.

Vielleicht war Mama der ausschlaggebende Faktor, in München zu studieren, an der TU, mit Ziel Diplom-Mathematik mit Nebenfach Physik. Den Wechsel ins Lehramt hätte ich jederzeit (mit Nachbelegung von Pädagogik) machen können. Habs aber nie gemacht. 😉

Written by Nathalie

25/04/2012 at 21:58

Veröffentlicht in Dinge des Lebens, Familiäres