3. April 2020 – was vom Tage übrig bleibt …

… Routine, morgens, mittags, abends. Der Dienstleister eines Kunden versuchte, mich abzusägen. Der Kunde reagierte souverän, ich reagierte souverän, der Dienstleister wird auf Dauer nicht „überleben“.

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… mittags grüner und weißer Spargel mit Reis, abends frisch gebackenes Sauerteigbrot mit Butter, Salami und Käse.

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Ich habe mich diese Woche mehrfach gefragt, warum ich es so angenehm finde, daß ich mit Frau @novemberregen mehr oder weniger während des ganzen Arbeitstages einen Hangout, einen virtuellen Coworking-Space, seit einer Woche (wirklich erst seit einer Woche?) habe. Wir haben 95% der Zeit unsere Mikrophone aus. Wir können in unseren kurzen gemeinsamen Pausen wenig konkret über unsere Jobs sprechen, da wir beide uns konsequent an strikte Geheimhaltungserklärungen halten müssen. Ich bin es gewohnt, meist drei von fünf Arbeitstagen allein zuhause am Schreibtisch zu sitzen und zu arbeiten. Niemand war da, ich genoss die Ruhe, die Freiheit, das ruhige Arbeiten. Jetzt schaut zwischendurch Frau N in den Bildschirm, winkt, gestikuliert mit ihren Telefonpartnern, steht auf, kommt wieder. Irgendwie beruhigt es mich, auch das gibt Routine (die es vorher nicht gab). Und es ist schön, wenn man immer mal wieder angelächelt wir.
Und – ich als Allergikerin habe jetzt auch zwei virtuelle Bürokatzen, die zwischen durch in die Kamera blicken oder mir den Hintern hinstrecken.

1. April 2020 – was vom Tage übrig bleibt …

… Morgenroutine, aber auch geschminkt, mich hübsch angezogen, Parfum verwendet.

… System-Update auf dem MacBook. Ewig nicht gemacht. Aber für TimeMachine und die problemlosen Updates liebe ich Apple. Während ich zur Ärztin fuhr, lief es durch. Die Ärztin stellte fest, daß meine Thrombosen verschwunden sind. Hurrrrrrrrrrrrrra! Endlich die Blutverdünner absetzen. Wir sprachen über die zukünftigen Auswirkungen. Es wäre völlig in Ordnung, bei zukünftigen „ähnlichen Gefühlen“ in Beinen oder Armen lieber einmal zu oft zu ihr zu kommen als einmal zu wenig. Sehr dankbar für diese Ärztin. Danach noch schnell wenige Sachen bei Rewe gekauft. Im großen Rewe in der Nähe der Ärztin fast problemlos möglich. Der Rewe ums Eck ist zu voll.

… mittags Nudelsalat, abends Pasta mit Salsicce aus der Gefriertruhe.

… nachmittags viel telefoniert. Einen Kunden dazu gebracht, mich mit Teamviewer auf seinem Rechner arbeiten zu lassen. Kein Virenaustausch und 3 Stunden Fahrzeit gespart.

… beim Gartencenter des Vertrauens angerufen. Einen Videoanruf für morgen vereinbart und die erste Lieferung Pflanzen für kommende Woche ausgemacht. Ich freue mich sehr darüber.

… mir begegneten nur zwei April-Scherze im Laufe des Tages – die Fischstäbchen-Pizza und die Verkehrspolizisten-Elefanten. Habe sie aber auch nicht vermisst.

… Sätze, die früher völlig unsinnig gewesen wären, aber heute schon mal dazu führen, daß ich P in seiner Telefonkonferenz unterbreche: „Drosten hat Sinusitis !!!!“

31. März 2020 – was vom Tage übrig bleibt …

… Morgenroutine, außerdem noch ein wenig aufgeräumt und Haare gewaschen. Frau Novemberregen freute sich, die erste im virtuellen Büro zu sein. Aber als ich dazu stieß, war sie nicht da. Wir suchten uns und fanden erst nach der Eröffnung eines zweiten Büro zusammen.

… Cash-Flow auf Kundenkonten analysiert, Geld gesucht, nicht gefunden.

… Kunde fragte an, ob ich Masken für ihn nähen könnte.

… Lebensmittelbestellungen für morgen und übermorgen – Biokiste und Dallmayr. Dankbar, diesen Luxus zu haben.

… mittags Spargelrisotto, abends Brotzeit.

… eine neuen Schnitt für eine Maske ausprobiert. Paßt auch nicht richtig. Bis ich eine habe ist C rum.

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Gehört während der Arbeit:

Gelesen:

 

30. März 2020 – was vom Tage übrig bleibt …

… Montag, Arbeitstag, Morgenroutine. Waschmaschine gestartet. Schreibtisch.

… während auch @novemberregen im Hintergrund unseres virtuellen Coworking-Spaces vor sich hin arbeitete, hatte ich einige Telefonate mit Kunden und Dienstleistern, bügelte einen Fehler aus, brachte ein paar Sachen auf den Weg, vermietete auf virtuellem Weg eine Wohnung, schickte Kurierdienste durch die Stadt mit Schlüsseln und Unterlagen.

… ich bestätigte die Reservierung von unsere Wiesn-Tischen – obwohl ich davon ausgehe, daß die Wiesn dieses Jahr nicht stattfinden wird. Aber die Normalität muß irgendwie aufrecht erhalten werden. (Aber ich habe mir die AGB bzgl. Rücktritt durchgelesen.)

… die freiwillige Zahlung zur Rentenversicherung fristgerecht für 2019 (letzter Tag ist der 31.03.20) auf den Weg gebracht.

… mittags Brotzeit, abends Nudeln mit Spargel-Sauce (grüner und weißer Spargel, Weißwein, Sahne, Mehl, Schalotten)

… Söder zum Mittagessen, Aiwanger wieder nicht.

… Berge von Wäsche zusammengelegt, Telefonate mit Eltern und SchwieMa. Poirot. Bett.

29. März 2020 – was vom Tage übrig bleibt …

… langes Frühstück, an dessen Ende eine Runde Online-Pool gegen P gespielt und verloren.

… nach Grünwald gefahren, um den Kunden-Briefkasten zu leeren und im Büro einmal nach dem Rechten zu sehen. Auf dem Bavaria-Filmgelände (wie letzten Sonntag) der Polizei begegnet, die Streife fährt. (Auf einem privaten Gelände, das abgesperrt ist und nur über Zugangskarte zu betreten ist?) Auf dem Weg deutlich weniger Autos als letzten Sonntag – ca. 30 Stück auf 15 km morgens um 9:30 Uhr.

… Mozartkugeln in Österreich bestellt und an eine Freundin versenden lassen. Kleine Freuden im Alltag – hoffe ich.

… Mittagessen: Feldsalat, Lammfilets mit Spätzle von Mama und grünen Bohnen.

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… den dritten und letzten Vorhang für das Wohnzimmer genäht.

… Kaffee-Hangout mit Verabredung zum gemeinsamen Durchfahren einer Waschstraße (fragt nicht) nach C.

… Brotteig angesetzt, Telefonate mit Freunden, mit SchwieMu, mit Eltern. Fernsehen. Bett.

28. März 2020 – was vom Tage übrig bleibt …

… gefrühstückt, dann Zitronen-Kekse gebacken, den Teig für drei Hefezöpfe angesetzt, ebenso den Teig für Baguette-Brötchen. Nach und nach alles gebacken – und auf die drei zu versorgenden Haushalte verteilt.

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… währenddessen auch noch gewaschen, gespült. Lieferung entgegengenommen. Zu Mittag eine kleine Brotzeit gemacht. Den Kühlschrank fast ganz ausgeräumt in Kühltaschen verpackt.

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… das Auto voll geladen und mit P nach Augsburg gefahren. Überraschend viel Verkehr in München, eine fast leere Autobahn Richtung Augsburg. In Augsburg wirklich wenig Verkehr in der Stadt.

… erst die SchwieMu mit Lebensmitteln versorgt und aus dem Treppenhaus mit ihr gesprochen.

… dann zu meinen Eltern gefahren und alles abgeliefert. Auch hier ein Ratsch aus dem Treppenhaus. 😦

… zurück gefahren. Wirklich Massen von Leuten in den Isarauen gesehen. Fußball-Spielende. … Ärger, Hass, Trauer, ganze Bandbreite …

… daheim geräumt, Spargel, Kartoffeln und Schinken gekocht und gegessen. Gestrickt, geredet, fern gesehen. Bett. Müde.