… was von den letzten Tagen übrig bleibt …

Die letzten Tage tatsächlich weniger gearbeitet, weniger am Tablet verbracht, viel mehr geschlafen, vieles erledigt. Die letzten Monate haben Spuren hinterlassen, aber ich hole auf – bei Erholung, privaten Erledigungen, Sozialkontakten und Kulturevents.

Seit dem letzten Blogeintrag

… waren wir bei einer ganz furchtbar verunglückten Presseeinladung. Ich nehme diese eigentlich nur noch an, wenn ich wirklich Lust und Zeit habe, das Konzept schon im Vorfeld professionell wirkt (tut es meist nicht), der Kontakt paßt und ich auch noch gerne darüber berichten möchte. Dies traf alles bei diesem Event im Vorfeld zu. Nur dann gab es keine Begrüßung, zu wenig Sitzplätze, kein Essen, zu wenig Wein (der eigentlich Thema war), kein Wasser und wir mußten eine Stunde warten, obwohl um sehr pünktliches Erscheinen gebeten wurde. Ich war sehr angefressen, denn der Freitagabend ist uns normalerweise „heilig“ – Wochenausklang mit gutem Essen und einer ordentlichen Flasche Wein hat sich hier etabliert. Wir verließen das Event und kehrten hungrig nach Jahren mal wieder beim Franziskaner ein, wurden aber herb enttäuscht. Das Essen war an diesem Abend mittelmäßig, der Service schlecht (kein Besteck, keine saubere Tischdecke …). Nächstes Mal wieder ums Eck ins Spatenhaus.

… hatten wir Freunde zum Abendessen da, es gab traditionell Spargel.

… hatten wir noch mal Freunde zum Abendessen da, es gab traditionell Spargel.

… waren wir bei der Aufführung von „Komödie im Dunkeln“ einer Laientheater-Gruppe im Münchner Norden. Eines meiner Patenmädels spielt dort mit, sie lud uns ein. Außerdem wollte sie uns ihren neuen Freund bei der Gelegenheit vorstellen. Die Aufführung war – für ein Laientheater – überraschend gut, flüssig und unterhaltsam, wir lachten viel; auch der neue Freund enttäuschte auf den ersten Blick nicht. 😉

… waren wir an einem Samstag in Miesbach. Das Projekt „Dirndl“ mußte voranschreiten. Als erstes probierte ich bei Trachten Jäger („Ihr Trachtenhaus seit 18hundertschlagmichtot“) hatte viel Auswahl an Herrenkleidung, aber im Vergleich wenig für Damen. Die Damen hier auf dem Land schneidern sich die Dirndl selbst oder lassen sich diese schneidern. Auf dem Weg zum schon ausgeschauten Stoff-Laden kamen wir an einer Lederhosen-Schneiderei und einer Dirndlnäherin vorbei. Kurze Nachfrage ergab: Nicht vor Oktober. Im Stoffladen, klein, heimelig, wunderbar, wurden wir von der Chefin bedient. Mein Wunsch nach einem blauen Dirndl mit roter Schürze wandelte sich schnell, als ich eine Grau/Blau/Rot-Kombi im Fenster sah. Diese änderte ich im Detail (eigentlich völlig, nur die Farbkombi blieb) um und verließ nach gut einer Stunde mit einem roten Baumwoll-Rock-, einem grauen Bauwoll-Leinen-Mieder-, einem blauem Baumwoll-Schürzen- sowie einem weiß-rot-blau-grauen Baumwoll-Schürzen-Stoff den Laden. Mit dabei hatte ich außerdem Bänder verschiedenster Art für Abschlüsse, farbig abgesetzte Nähte und die Schürzen, Silberknöpfe und Futterstoff … und – ganz wichtig – die Telefonnummer von zwei Schneiderinnen. Eine davon rief ich am Montag drauf gleich in der Früh an. Die Chefin des Stoffladens hatte mich schon am Sonntag angekündigt und ich durfte gleich am Donnerstag bei ihr in Aying vorbeischauen. Eine Frau um die 70, sehr sympathisch, mit Geschmack, wir waren uns sehr schnell über die individuelle Ausführung einig. Ich verließ glücklich ihr Haus. Die Anfertigung und die Anproben werden im Juni sein. Mir ist nicht mehr bange. Das wird.

(Das Rot ist in Echt dunkler.)

… habe ich gebastelt. Einen Heißluftballon als Hochzeitgeschenk, an dem unser Geldgeschenk hängen sollte. Ich kann stricken und das exzellent, ich kann häkeln und das exzellent, aber basteln, basteln kann ich nicht. Dieses Mal kam ich sehr weit. Aber es sah nicht so aus, wie ich mir das vorstellte, der Korb ließ sich nicht so befestigen, wie ich das wollte. Alles unprofessional, nicht perfekt. Ich habe es gedanklich ins Eck gepfeffert, in die Hand geschrieen und dann P. gebeten, alles zu entsorgen. Fünf Minuten später bei Etsy eine schöne Schachtel bestellt. Mit schöner Handschrift (das kann ich wiederum sehr gut) werde ich eine Karte schreiben und diese mit dem Geld in die Schachtel legen. Das ist perfekt. Erinnert mich beim nächsten Bastelthema bitte daran, daß ich das nicht kann. (Und ich erspare mir Ausgaben für die Ikea-Lampe, den Ikea-Korb, das Playmobil-Hochzeitspärchen, die Washitapes u.v.m.)

40 solcher Fächer habe ich gemacht und 200 Washitape-Fähnchen ….

… gearbeitet habe ich auch noch. Aber das war relativ unaufgeregt.

17. April 2019 – was vom Tage übrig bleibt …

… ein Tag im Chiemgau. Die Fahrt hin und zurück mit dem Zug war mal wieder etwas „ruckelig“, dank Baustellen auf der Strecke. Aber ich kam an.

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Cindy genießt die Streicheleinheiten des Hausherrn

… auf dem Hof des Kunden Schafe begrüßt, zwei Esel gestreichelt, mit Hühnern und Gänsen gesprochen … und gearbeitet.

… im Gepäck zurück hatte ich frische Radieserl und ein Stück Ziegen-Schinken.

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15. April 2019 – was vom Tage übrig bleibt …

… Paris wurde sehr schnell nach meinem ersten Besuch 1987 (und dem ersten Urlaub mit dem Mann) meine Lieblingsstadt. Ich war oft da. Meist mit dem Mann aber auch zweimal mit meinen Eltern. Zu Notre Dame führte der Weg jedes Mal. Immer davor, manchmal hinein oder drumrum, ein-/zweimal in die Katakomben. Trotz all dem überrascht es mich sehr, wie betroffen mich das Feuer in der Kirche gestern abend machte. Ich schaltete Fernsehen und Twitter ab. Ich wollte das nicht sehen.

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Aufgenommen beim letzten Besuch 2017


 

29. März 2019 – was vom Tage übrig bleibt …

… eine schöne Fahrt mit der Bahn nach Bergen, südöstlich des Chiemsees. Die Sonne scheinte, zwischendurch ein paar Nebelschwaden, die Berge noch überraschend stark schneebedeckt. Der Simsee mal rechts, der Chiemsee mal links der Strecke. Hierher fahre ich sehr gerne mit dem Zug – abgesehen davon, daß die A8 unberechenbar ist und noch unzuverlässiger als der Zug. Dieses Mal gings gut, mit nur 10 Minuten Verspätung kam ich an. Der Kunde wartete schon am Bahnhof, um mich abzuholen – sein Hof ist gut eine halbe Stunde vom Bahnhof zu Fuß entfernt.

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Das dritte Schaf von vorne rechts wird Ostern nicht überleben.

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D’Hias mag immer eine Streicheleinheit.

… Mein Arbeitstag begann wie immer hier mit einer Runde durch die Ställe und den Garten. Ich sagte den Eseln hallo, begrüßte die Schafsherde, die heute ihren ersten Ausflug auf die Streuobstwiese haben würden. Auch die Ziegen und die Hühner kamen fröhlich angelaufen und geflogen. Der Gemüsegarten war noch im Winterschlaf, aber im Gewächshaus tat sich schon viel. Tomaten, Kräuter, Spinat, Rotkohl u.v.m. Der Hausherr zeigte mir voll Stolz seinen neuen Traktor Jahrgang 1981.

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… Irgendwann mußte ich aber doch an den Rechner und arbeitete bis abends – aber mit schönem Ausblick.

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… Mit frischen Eiern, Ziegen-Kochsalami und Ziegen-Kaminwurzen in der Handtasche  und einigen Ordnern im Rucksack ging es zurück zum Bahnhof und heim nach München.

… Nachdem die letzte Nacht nicht die beste war, die nicht mehr vorhandene Gallenblase aka Leber zickte rum, war ich nach einer Portion Pasta und einem Glas Wein bettreif.

Ab ins Bett!


Gerne gegessen: Orecchiette al sugo di salsiccia – für lange Arbeitstage liebe ich meinen Gefrierschrank und mich 🙂 für solche eingefrorenen Schätze.

Gerne gehört: Leopard als Hörbuch.


 

3. September 2018 – was vom Tage übrig bleibt …

Eine lange, relativ gute Nacht. Fremde Betten werden immer mehr zum Problem. Entweder sind sie zu hart oder ausgelegen. Selten schlafe ich so gut wie zuhause. Nach zwei Wochen wird wieder alles verspannt sein.

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Vormittags spazierten wir 6 km. Von Eppan nach Kaltern und wieder zurück auf der alten Bahnstrecke – ein entspannter Spaziergang zum Urlaubsanfang. In Kaltern machten wir Halt im Weinverkauf der Ersten und Neuen Kellerei Kaltern. Wir probierten einige hochwertige Weine und stellten wieder fest, daß die Weine dieser Kellerei uns nicht so gut schmecken. Da sind uns Weine der Girlaner Kellereien sehr viel näher. Auf dem Weg zurück aßen wir bei der Christl im Loch zu Mittag – Speck und ein gemischtes Brettl. Dazu Wasser und nur ein Viertele Weißwein für uns zwei.

Nachmittags ging es zu einer kleinen Einkaufstour nach St. Pauls. In der Apotheke fragte ich nach dem seit Monaten in Deutschland nicht lieferbaren Epi-Pen. Der Epi-Pen ist eine Notfall-Adrenalin-Spritze, die ich immer in der Handtasche habe. Der Apotheker könnte mir eine Alternative beschaffen, ein Fax meines Hausarztes würde ihm reichen. Ich werde morgen beim Hausarzt anrufen.

Wir schalteten den Fernseher ein und K.I.Z. sang gerade

„hurra die welt geht unter
wir sitzen im atomschutzbunker“

#wirsindmehr – Konzert in Chemnitz gegen Rechts, 50.000 Konzertbesucher, junge Leute, die hoffentlich keine AfD wählen. ARTE, 3sat u.v.m. teilten den Live-Stream. Ein Konzert wird die Welt nicht retten, aber es ist ein Schritt, ein Zeichen.

9. Juni 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

  • Geplant: Um 8 Uhr am Strand zu sein und einen Strandtag mit Sonnenschirm und Liegen voll auszukosten. Realität: Wecker ausgeschaltet und weitergeschlafen.
  • Um 10 Uhr am Strand. Bis 12.30 Uhr die Sonne genossen, dann zog es zu. Dunkle Gewitterwolken. Während der ersten Regentropfen zurückgelaufen.
  • Internet stark vemißt. Ich bin abhängig.
  • Blogbeiträge offline schreiben, stricken, lesen, Endspiel im Tennis (Paris) anschauen, schlafen.

Gelesen:

  • Frankfurter Sonntagszeitung
  • „Tausend kleine Schritte“ von Toni Jordan auf dem Kindle und parallel
  • „Tierische Profite“ von Donna Leon als Buch

8. Juni 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

  • Frühstück in der Wohnung. Dann die Sachen erledigen, die eine Ferienwohnung so mit sich bringt: Einmal durchkehren und nass aufwischen, Wäsche waschen.
  • Mittags zum Strand – kalter Wind. Nach dem Mittagessen wieder zurück auf den windgeschützten Balkon, lesen, stricken, schlafen … wie immer.
  • Der Wind läßt nach, erstes Abendessen in der Sonne auf dem Balkon. Abends ein Spaziergang ins Zentrum – langsam wacht das Städtchen auf, die Italiener kommen, die Sonne treibt sie ans Meer.

Gelesen:

  • „Der Meister“ von Tess Gerritsen (fertig)
  • „Tausend kleine Schritte“ von Toni Jordan
  • Süddeutsche vom Samstag