2. Juni 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

  • Nach dem Frühstück die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf dem Balkon genießen, vor dem kalten Wind geschützt. Dabei einfach nur lesen und stricken.
  • In einen ruhigen, unangestrengten Rhymthus kommen. Nicht an die Arbeit denken. Das gelingt leichter, wenn die Rahmenparameter klar sind. Einfach zum Bagno laufen, das WLAN nutzen, Piadina essen und Spaghetti al ragu sowie Caramelle con sugo die pesce. Danach ein Café macchiato.
  • Nachmittag auf dem Balkon in der Sonne, die Waschmaschine der Wohnung zur Probe waschen lassen. Einen kleinen Stapel Werbebriefe schreiben. Den Mann alleine durchs eiskalte Wasser waten lassen, während man selbst bei den Flötensonaten von Bach (Aufnache Emmanuel Pahud, Trevor Pinnock) in der Abendsonne entspannt.
  • Immer mal wieder die Wasserstandmeldungen in Bayern verfolgen, es regnet dort heftig.
  • Abendspaziergang.

Gelesen:

  • „Sieben verdammt lange Tage“ von J. Topper – fertig
  • Süddeutsche Zeitung vom Wochenende
  • „Bretonische Verhältnisse“ von Jean-Luc Bannalec

1. Juni 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

  • Frühstück in der Wohnung mit deutschem Kaffee, alles andere ist italienisch. Na gut, die Zeitung ist deutsch und aus Frankfurt. 30 Minuten Zeit für den Feuilleton haben zu können, ein Luxus, den ich im Urlaub schon sehr schätze.
  • Die Kälte hält auch Italien im Griff. Da heute der letzte wirklich kalte Tag sein soll (hoffentlich), ziehen wir einen Ausflug in die Pollini-Fabrik vor und schauen, ob es ein „Schnäppchen“ für uns gibt. Dieses Mal schlägt nicht – wie sonst – der Mann zu, sondern ich kaufe eine neue Handtasche.
  • Mittagessen in einem kleinen Fischlokal in Cesenatico – einfach, gut, frisch.
  • Abendspaziergang am Strand. Frostbeulen könnten sich bei 15 Grad kaltem Adriawasser bilden. Wie heißt es immer so schön im Wetterbericht? „Für die Jahreszeit zu kühl.“

Gelesen:

  • FAZ vom Samstag
  • Frankfurter Sonntagszeitung vom vergangenen Sonntag
  • „Sieben verdammt lange Tage“ von Jonathan Tropper

31. Mai 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

  • Cappuccino und ein Cornetto in der Bar ums Eck. Ein „Groß“einkauf im Supermarkt für die Grundausstattung der nächsten Tage. (Selbst der kleinste Supermarkt hat in Italien übrigens immer eine Kundentoilette.)
  • Dann baci mit allen Familienmitgliedern des Bagnos, wir kennen uns seit 30 Jahren. Wir essen dort gerne zu Mittag, windgeschützt können wir im Freien sitzen, das WLAN nutzen, stricken, lesen. Neben der „normalen“ Speisekarte fällt für uns schon mal das eine oder andere Teil des Familienmittagessens ab. Gestern gabs gefüllte Sardinen als Vorspeise und danach Spaghetti Vongole.
  • Abends riesiger Spaziergang, Antipasti zuhause. Frühes Zubettgehen bis der mitgebrachte Schlafbedarf aufgeholt sein wird – wird noch ein paar Tage dauern.

Gelesen:

  • Süddeutsche Zeitung und Magazin vom Freitag
  • „Sieben verdammt lange Tage“ von Jonathan Tropper.

30. Mai 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

Mit ein bißchen Zeitversatz kommen die nächsten Tage die Tagebuchberichte des vergangenen Urlaubs (wahrscheinlich sehr langweilig, denn bei dieser Art des Urlaubs passiert nicht viel).

  • Für mich relativ entspannt die letzten Dinge zusammenpacken und im Auto verstauen. (Wir packen immer zu viel ein. Aber ich mags ganz gern bequem. Der Dachkoffer ist aber für die Einkäufe auf der Rückfahrt leer.) Wir wollen erst gegen Mittag los, um den Kurzurlauber-Stau z.B. Richtung Gardasee zu entgehen.
  • Ein entspannter Urlaub wartet, ohne Stress, alles bekannt, seit Jahren. Einer von zwei Urlauben im Jahr wird so verbracht. Beim anderen verlassen wir meist bekannte Pfade und entdecken neues.
  • Bei Kälte und Regen Richtung Süden fahren. Es ist kalt, wir sehen Schnee. Ziel ist Bologna als Zwischenstation und Übernachtung, gut eine Stunde vor dem Urlaubsort. Dieser ruhige Anfang des Urlaubs hat sich bewährt – ein schönes 4* Hotel und ein Beginn mit gutem Wein und italienischem Essen. Das Appartement ist erst am morgen reserviert. Aber wir kommen gut durch. Keine Stau, wenig Kurzurlauber, wahrscheinlich wegen des schlechten Wetters. Deshalb lassen wir Bologna rechts liegen und fahren direkt nach Milano Marittima ans Meer. Unsere langjährige Agenzia hat noch offen, die Besitzerfamilie ist da – erst mal baci baci, und dann – ohne ein Zucken – bekommen wir selbstverständlich die Schlüssel für die Wohnung.
  • Eine für uns neue Ferienwohnung (die von 2011 ist belegt), groß, fast 100 qm, Balkone nach Süden und Westen. Wahrscheinlich die Beste, die wir bis jetzt hier hatten. Das Haus mit sechs Einheiten ist ansonsten noch nicht bewohnt, die Krise in Italien und das kalte Wetter der letzten Wochen hinterlassen Spuren.
  • Auto ausräumen, ein schneller Gang zum altbekannten Bagno ans Meer, zurück in die gute Pizzeria ums Eck. Eine Flasche sehr guter Wein, Zeit zum Reden und zwei Pizzen. Alles ist gut!

Gelesen:

  • „Sieben verdammt lange Tage“ von Jonathan Tropper

18. März 2013 – was vom Tage übrig bleibt …

  • Trocknung BodenDiese Nacht hat doch wieder gezeigt – Lattenroste machen Sinn. Selbst bei unserer sehr hohen, noch guten Matratze fehlte „eine Kleinigkeit für den optimalen Schlaf“ unter direkt auf Boden.
  • Wie konnte ich mir eigentlich einbilden, während des Rausreißens des Teppichs und des Abschleifen des Schlafzimmerbodens arbeiten zu können? Aber wenigstens waren alle Arbeiten bis 11 Uhr abgeschlossen, so daß der Rest des Tages während der Trocknung der Spachtelmasse Ruhe herrschte.

16. und 17. März 2013 – was vom Wochenende übrig bleibt …

  • Das Ausräumen des Schlafzimmers am Samstagvormittag – Kleinzeug, auf dem Schrank, unter dem Bett, Vorhänge.  Und das Ausräumen des Schlafzimmers am Sonntagnachmittag – Schränke, Zerlegen des Betts, Aufbau einer Schlafstatt mit Matratzen auf dem Boden. Dazwischen ein Sonntagmittagessen in einem einfachen Landgasthaus, in dem am Nebentisch noch gekartelt wird, mit Eltern und SchwieMu. Obwohl die Küche nicht lahm gelegt ist, habe ich wenig Lust auf Kochen und Backen.
  • Sonst nicht viel – Schreibtisch, Couch, erholen, lesen, schlafen, spazierengehen. Am Sonntag auch wieder etwas Elan und Schnelligkeit am Schreibtisch und bei der Arbeit wiedergefunden.
  • Urlaubspläne gemacht. Wieder einmal. Und den ersten Urlaub, zwei Wochen, terminlich festgelegt. Und auch das Ziel. Nichts aufregendes, auch finanziell nicht. Ein neuer Zahn, die Glasscheibe, ein Küchenumbau und eine nicht ganz sichere Auftragslage lassen uns auf Altbewährtes zurückgreifen. Und ich habe das Gefühl, der Mann braucht nach beruflichen Wirrungen und viel verbrachter Zeit auf der Autobahn einen ruhigen, unaufgeregten Urlaub ohne große Fahrten und Entdeckungen, einfach nur Sonne, Ruhe, gutes Essen, Wasser. Mal schauen, ob in der zweiten Jahreshälfte Zeit, Geld und Lust auf Abenteuer kommen.

Renovierung

Unser Wohnzimmer – zwischen den Schränken stehen jetzt noch das zerlegte Bett und die Lattenroste.