Nathalies Regungen

… im Kopf und in den Beinen

3. Juni 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

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  • Langes Frühstück, lesen. Spaziergang bei Nieselregen in den nächsten Ort. Einkauf. Hier Schinken, da Essig, dort Pistaziencrème. Bio-Olivenöl aus der Region probieren. Das wegen des Regens und des schlechten Wetters noch eingeschränkte Obst-Angebot auf Marmeladen-Tauglichkeit auf dem Markt inspizieren.
  • Spaziergang zum Bagno, WLAN, Spaghetti al ragu und Penne primavera.
  • Sonnennachmittag auf dem Balkon mit Schlafen, Lesen, Stricken und italienischen Kochzeitschriften. Abendspaziergang am Strand – Sommer langsam spürbar.

Gelesen:

  • „Süddeutsche Zeitung“ vom Montag
  • Frankfurter Sonntagszeitung vom Wochenende
  • „Bretonische Brandung“ von Jean-Luc Bannalec
  • „Sale e pepe“ Mai und Juni 2013
  • „La cucina italiana“ Juni 2013
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Written by Nathalie

21/06/2013 at 07:30

2. Juni 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

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  • Nach dem Frühstück die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf dem Balkon genießen, vor dem kalten Wind geschützt. Dabei einfach nur lesen und stricken.
  • In einen ruhigen, unangestrengten Rhymthus kommen. Nicht an die Arbeit denken. Das gelingt leichter, wenn die Rahmenparameter klar sind. Einfach zum Bagno laufen, das WLAN nutzen, Piadina essen und Spaghetti al ragu sowie Caramelle con sugo die pesce. Danach ein Café macchiato.
  • Nachmittag auf dem Balkon in der Sonne, die Waschmaschine der Wohnung zur Probe waschen lassen. Einen kleinen Stapel Werbebriefe schreiben. Den Mann alleine durchs eiskalte Wasser waten lassen, während man selbst bei den Flötensonaten von Bach (Aufnache Emmanuel Pahud, Trevor Pinnock) in der Abendsonne entspannt.
  • Immer mal wieder die Wasserstandmeldungen in Bayern verfolgen, es regnet dort heftig.
  • Abendspaziergang.

Gelesen:

  • „Sieben verdammt lange Tage“ von J. Topper – fertig
  • Süddeutsche Zeitung vom Wochenende
  • „Bretonische Verhältnisse“ von Jean-Luc Bannalec

Written by Nathalie

20/06/2013 at 07:30

1. Juni 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

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  • Frühstück in der Wohnung mit deutschem Kaffee, alles andere ist italienisch. Na gut, die Zeitung ist deutsch und aus Frankfurt. 30 Minuten Zeit für den Feuilleton haben zu können, ein Luxus, den ich im Urlaub schon sehr schätze.
  • Die Kälte hält auch Italien im Griff. Da heute der letzte wirklich kalte Tag sein soll (hoffentlich), ziehen wir einen Ausflug in die Pollini-Fabrik vor und schauen, ob es ein „Schnäppchen“ für uns gibt. Dieses Mal schlägt nicht – wie sonst – der Mann zu, sondern ich kaufe eine neue Handtasche.
  • Mittagessen in einem kleinen Fischlokal in Cesenatico – einfach, gut, frisch.
  • Abendspaziergang am Strand. Frostbeulen könnten sich bei 15 Grad kaltem Adriawasser bilden. Wie heißt es immer so schön im Wetterbericht? „Für die Jahreszeit zu kühl.“

Gelesen:

  • FAZ vom Samstag
  • Frankfurter Sonntagszeitung vom vergangenen Sonntag
  • „Sieben verdammt lange Tage“ von Jonathan Tropper

Written by Nathalie

19/06/2013 at 07:30

31. Mai 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

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  • Cappuccino und ein Cornetto in der Bar ums Eck. Ein „Groß“einkauf im Supermarkt für die Grundausstattung der nächsten Tage. (Selbst der kleinste Supermarkt hat in Italien übrigens immer eine Kundentoilette.)
  • Dann baci mit allen Familienmitgliedern des Bagnos, wir kennen uns seit 30 Jahren. Wir essen dort gerne zu Mittag, windgeschützt können wir im Freien sitzen, das WLAN nutzen, stricken, lesen. Neben der „normalen“ Speisekarte fällt für uns schon mal das eine oder andere Teil des Familienmittagessens ab. Gestern gabs gefüllte Sardinen als Vorspeise und danach Spaghetti Vongole.
  • Abends riesiger Spaziergang, Antipasti zuhause. Frühes Zubettgehen bis der mitgebrachte Schlafbedarf aufgeholt sein wird – wird noch ein paar Tage dauern.

Gelesen:

  • Süddeutsche Zeitung und Magazin vom Freitag
  • „Sieben verdammt lange Tage“ von Jonathan Tropper.

Written by Nathalie

18/06/2013 at 07:30

30. Mai 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

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Mit ein bißchen Zeitversatz kommen die nächsten Tage die Tagebuchberichte des vergangenen Urlaubs (wahrscheinlich sehr langweilig, denn bei dieser Art des Urlaubs passiert nicht viel).

  • Für mich relativ entspannt die letzten Dinge zusammenpacken und im Auto verstauen. (Wir packen immer zu viel ein. Aber ich mags ganz gern bequem. Der Dachkoffer ist aber für die Einkäufe auf der Rückfahrt leer.) Wir wollen erst gegen Mittag los, um den Kurzurlauber-Stau z.B. Richtung Gardasee zu entgehen.
  • Ein entspannter Urlaub wartet, ohne Stress, alles bekannt, seit Jahren. Einer von zwei Urlauben im Jahr wird so verbracht. Beim anderen verlassen wir meist bekannte Pfade und entdecken neues.
  • Bei Kälte und Regen Richtung Süden fahren. Es ist kalt, wir sehen Schnee. Ziel ist Bologna als Zwischenstation und Übernachtung, gut eine Stunde vor dem Urlaubsort. Dieser ruhige Anfang des Urlaubs hat sich bewährt – ein schönes 4* Hotel und ein Beginn mit gutem Wein und italienischem Essen. Das Appartement ist erst am morgen reserviert. Aber wir kommen gut durch. Keine Stau, wenig Kurzurlauber, wahrscheinlich wegen des schlechten Wetters. Deshalb lassen wir Bologna rechts liegen und fahren direkt nach Milano Marittima ans Meer. Unsere langjährige Agenzia hat noch offen, die Besitzerfamilie ist da – erst mal baci baci, und dann – ohne ein Zucken – bekommen wir selbstverständlich die Schlüssel für die Wohnung.
  • Eine für uns neue Ferienwohnung (die von 2011 ist belegt), groß, fast 100 qm, Balkone nach Süden und Westen. Wahrscheinlich die Beste, die wir bis jetzt hier hatten. Das Haus mit sechs Einheiten ist ansonsten noch nicht bewohnt, die Krise in Italien und das kalte Wetter der letzten Wochen hinterlassen Spuren.
  • Auto ausräumen, ein schneller Gang zum altbekannten Bagno ans Meer, zurück in die gute Pizzeria ums Eck. Eine Flasche sehr guter Wein, Zeit zum Reden und zwei Pizzen. Alles ist gut!

Gelesen:

  • „Sieben verdammt lange Tage“ von Jonathan Tropper

Written by Nathalie

17/06/2013 at 07:25

„Sieben verdammt lange Tage“ – Literaturtip?

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„Ich trauere um meinen Vater, habe Sex mit meiner Schwägerin und verliebe mich in fremde Frauen, während ich zu einem Treffen mit meiner Noch-Ehefrau fahre, die mit meinem Chef geschlafen hat und sich jetzt von mir scheiden lassen will, obwohl sie gerade ein Baby von mir erwartet.“
(Jonathan Tropper, „Sieben verdammt lange Tage“, Knaur-Verlag)

Würde dieses Zitat aus „Sieben verdammt lange Tage“ die Rückseite des Buches „zieren“, hätte ich es sicher nicht gelesen. Zu wild, zu viel Sex, zu platt hätte ich mir gedacht und es ins Regal zurückgelegt. Aber so war es nicht und ich las es. Am Anfang skeptisch, dann doch mit einem gewissen Zug.
Es ist keine große Literatur, aber es ist Unterhaltung im besten Sinne. Manchmal traurig, lustig und skurril, auch überzogen, aber trotzdem mit viel Liebe zu Details und zu den Figuren.
Urlaubslektüre im besten Sinne.

Written by Nathalie

05/06/2013 at 13:59

Veröffentlicht in Literaturtip?

Heuschnupfen

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Jedes Jahr das gleiche Spiel – ich bin immer wieder im wahrsten Sinne geplättet von den Auswirkungen des Heuschnupfens. Ich weiß seit gut drei Jahrzehnten, daß er so sicher wie das Amen in der Kirche kommt. Und fast jedes Jahr bin ich doch von der Bandbreite überrascht. Eigentlich sollte ich es ja wissen.

Mit der Pubertät ging’s los. Die Augen juckten, die Nase lief, die Medikamente, die es gab, waren noch nicht so toll. Die mündliche Abiturprüfung in Physik absolvierte ich mit Schweinchen-Augen in einem mit Jalousien abgedunkelten Physiksaal, während draußen das Frühjahr bzw. die Birken tobten.

Über die Jahre kam (nicht nur im Pollenbereich) die ein oder andere Allergie hinzu. Bei den Pollen zieht es sich inzwischen aber doch von Anfang Januar (Hasel, der Hausarzt nennt mich inzwischen sein Frühwarnsystem) bis Mitte Mai (Kastanie). Dann hat es wenigstens mit den Pollen ein Ende bei mir.

Inzwischen sind die Medikamente aber besser als vor 25 Jahren. Schnupfen und die Augen stellen bei einer kleinen Tablette am Tag kein wirkliches Problem mehr da. Dafür ist aber nach Jahren die Lunge in Mitleidenschaft gezogen‘ allergisches Asthma. Und der Körper ist langsam, nicht so leistungsfähig, viel schneller müde, er benötigt in dieser Zeit Unmengen von Essen/Energie, ich bin platt. Ich schränke in den „harten“ Birken-Wochen meine Aufenthalte im Freien fast völlig ein, schaue Wetterberichte mit Hoffnung auf länger anhaltende Wolkenbrüche.
Wenn ich es hier aufschreibe, vielleicht merke ich es mir dann?

Die ganze Sache hat aber auch einen Vorteil. Man schaut sich die Flora näher an. Blüht schon was? Was blüht schon? Auch wenn einem erst beim fünften Paris-Besuch auffällt, daß, nach dem Neuerwerb einer Kastanienpollen-Allergie, diese Stadt eigentlich nur aus Kastanienbäumen im Zentrum besteht. Spätestens in der Notaufnahme eines Pariser Krankenhauses weiß man es bestimmt, aber das ist eine andere Geschichte.

Written by Nathalie

02/06/2013 at 12:25

Veröffentlicht in ... in München, Dinge des Lebens

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