9. März 2013 – was vom Tage übrig bleibt …

  • Eigentlich wollten wir noch die letzten Sonnenstrahlen vor dem nächsten (letzten?) Wintereinbruch nutzen und einen größeren Spaziergang ab Rottach-Egern zum Bauer in der Au machen. Aber als wir morgens aufwachten, war es trüb und regnete. In die Berge fahren – mit der Gefahr, daß die Wolken dort hängen und es noch mehr regnet? Aber nur den üblichen Spaziergang ums Eck machen? Wir brauchten Luft für Kopf und Füße. Also gings morgens um 9 Uhr schon in den Nymphenburger Park vorbei an Statuen, die noch in ihrem hölzernen Winterkleid verharrten (ganz einfach wie am Faß werden die Holzseiten durch Eisenringe gehalten), vorbei an vielen abgesägten Bäumen bzw. den Stumpfen, ganz vielen Maulwurfhügeln auf den Grasflächen, an Enten-, Gänsen- und Schwänepaaren, die sich alle schon gefunden haben.
    Normal spazieren geht niemand mehr, oder? Eigentlich gab es nur Jogger … und uns.

Nymphenburg

  • Ab der Amalienburg schwafelte der Mann etwas von Pizza. Pizza. Das war nicht mehr aus dem Kopf zu bringen. Kurz vor 12 Uhr waren wir die ersten Gäste in der Pizzeria. Der Holzofen brannte schon „lichterloh“ und die Pizza schmeckte nach dem Spaziergang.
  • Dann noch klassische Samstagserledigungen – Hornveilchen für den Balkon und Inspizieren von möglichen Kühlgeräten im Elektromarkt. (War die Kundschaft in Elektromärkten früher auch so schlimm? Lag es an der Gegend?)
  • Apropos Maulwürfe:
    Ein ehemaliger Kunde von mir mit großem Garten und Rasenstück hatte es gerne „ordentlich“. Maulwürfe waren (und sind wahrscheinlich noch) seine größten Feinde. Bei Einzug ließ er unter den geschätzt 2000 qm Rasenfläche Maschendrahtzaun auslegen, da kommen die Maulwürfe nicht durch und schaufelten ihre Hügel bei den Nachbarn links und rechts (sehr zur Schadenfreude meines Kunden) auf. Eines Tages waren aber dann doch kleine Hügel im Garten. Skandal! Wie konnte das sein?  Es waren Wühlmäuse. Die kommen nämlich durch den Maschendraht bzw. bewegen sich zwischen Maschendraht und Grasnabe dahin. Gegen Wühlmäuse darf man aber im Gegensatz zu Maulwürfen, die unter Naturschutz stehen, etwas tun – so griff der Kunde zum Kammerjäger und zu Gas.
    Wie wohl große Gartenanlagen wie Nymphenburg oder Versailles den Maulwürfen Herr werden? Die Golfplätze haben z.B. keine „Probleme“ mit Maulwürfen. Hier wird so viel gedüngt – da zieht der Maulwurf und die Wühlmaus freiwillig von dannen.

7. März 2013 – was vom Tage übrig bleibt …

  • Knapp sechs Stunden für ein Kundenprojekt eine Facebook-Seite erstellt und Fotos hoch geladen. Für genau solche Arbeiten ist als Hintergrund-Musik Solo Piano auf radio.de sehr angenehm. Eigentlich höre ich kein Radio während der Arbeit, das habe ich nie getan, weder zur Schul- noch zur Studienzeit, nicht während noch so stupider Ferienjobs. Ich höre eher Fernsehen, ich habe in der Studienzeit und vor allem in den Wochen vor dem Diplom immer den Fernseher im Hintergrund laufen gehabt. Klappt wunderbar. Fördert die Konzentration und die Aufnahmefähigkeit. Bei mir wenigstens.
  • Noch mal die Sonne genießen und kurz den Arbeitstag für einen Gang zum Bio-Markt unterbrechen. Das erste Mal den Hackenporsche verwendet. Toll! Fährt super, leicht, läßt sich an den Einkaufswagen hängen. Und es paßt unglaublich viel rein.

Shopper

  • Morgen früh bin ich zu einem zweimal jährlich stattfindenden Business-Frühstück eingeladen. Ca. 80 Männer und eine Frau hören im Ballsaal einer 5* Hotels den Ausführungen dreier Banker zu den Makro- und Micro-Entwicklungen zu. Manchmal interessant, manchmal super langweilig. Alle Männer im schwarzen Anzug – macht mich immer aggressiv, diese Uniformierung. Trage an dieser Veranstaltung grundsätzlich eine andere Farbe. (Oder vielleicht lasse ich es ausfallen und verdiene am heimischen Schreibtisch Geld?)

4. März 2013 – was vom Tage übrig bleibt …

Das Versicherungsdilemma bzgl. der kaputten Glasscheibe von letzter Woche setzt sich fort:

  • Meine KFZ-Versicherung zahlt nicht, da der Schaden nicht mit meinem Wagen passiert ist.
  • Die KFZ-Versicherung des Autohaus-Leihwagens zahlt nicht, weil Eigentum des Leihwagen-Halters beschädigt wurde ohne Beschädigung des Leihwagens an sich.
  • Meine private Haftpflicht zahlt nicht, weil ein KFZ beteiligt ist.
  • Meine Betriebshaftpflicht zahlt nicht, weil ein KFZ beteiligt ist.

Schön, daß alle wissen, wer nicht zahlt. Ich hätte einfach sagen sollen, ich habe meine Handtasche aus Versehen gegen die Scheibe geschwungen. Den Bumps hätte sie auch gehabt.

(Wenn ich jetzt das Haus zum Einsturz gebracht hätte – nur mal so, theoretisch gefragt, dann würde ich jetzt nicht nur über 997,84 Euro reden …)

tbc

Scheibe

3. März 2013 – was vom Tage übrig bleibt …

Tulpe

  • Ein Wochenende mit zwei Terminen bei Kunden. Brauch‘ ich nicht immer, gehört aber dazu. Außerdem Rechnungen schreiben (Monatsende), Schreibtisch mal wieder leer bekommen.
  • Am Sonntagmorgen brummte der Gefrierschrank, der auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Überlegungen zu einem kleinen Küchenumbau (da die Hälfte der Kücheneinrichtung zur Mietwohnung gehört, sind wir etwas eingeschränkt). Ich träume von einem zweiten Kühlschrank mit Null-Grad-Fach. Erste Lösungsansätze.
  • Ein Spaziergang in der Sonne, aber bei kaltem Wind – die Antihistamine im Anschluß aus der Medikamenten-Kiste herausgeholt. Die nächste Woche kann kommen.
  • Es wird Zeit, Frühling! Gerne mit Unterbrechung, aber komm‘ endlich.
  • Mal wieder: Weniger geschafft als vorgenommen … aber vielleicht war auch die To-Do-Liste zu lang.

1. Januar 2013 – was vom Tage übrig bleibt …

  • Langsam wird hier das Krankenlager wieder aufgehoben und meine Eltern sind zur nachträglichen Bescherung angereist.
  • Mittagessen im Spatenhaus an der Oper mit Touri-Ausblick – immer wieder gut, und ein Spaziergang durch die Stadt. Die Stadt war voller Touristen, viel französisch und russisch war zu hören.

Blick Spatenhaus

  • Nach dem Lesen des Spreeblick-Posts gedacht: Ja. Genau. Und der Vorsatz mehr zu bloggen, im Erst- und im Zweitblog. Und eben auch auf den Blogs der anderen zu kommentieren und nicht nur schnell einen Tweet hinzutippen als Kommentar. Der bleibt nicht, der ist weg. Und eben auch interessante Links hier festzuhalten – und eben nicht nur in einem Tweet. Und weil man gute Vorsätze umsetzen sollte, fange ich gleich damit an.
  • Sehr geschmunzelt beim Lesen: Percantas Sohn sieht das erste Mal gestern Dinner for One und sie hält seine Kommentare dazu fest. Schön, der Film läuft parallel ohne jegliche Probleme vor meinem geistigen Auge ab.

24. Dezember 2012 – was vom Tage übrig bleibt …

  • Es war schon gestern früh klar, daß wir Weihnachten nicht traditionell in Augsburg mit meinen Eltern feiern würden. P. hatte über 39°C Fieber und brütete irgendetwas aus. Und so verbrachten wir den heutigen Vormittag in der hausärztlichen Ambulanz im Klinikum rechts der Isar. Wahrscheinlich ein grippaler Infekt. Bettruhe und Fiebersenker, um die Temperatur unter 39°C zu bringen, sind angesagt.
    Nachdem letztes Jahr das Noro-Virus uns beide in der Nacht vom 23. auf 24. Dezember lahm gelegt hatte und Weihnachten ebenfalls ausfiel, war ich schon ein bißchen traurig. Ich mag den ruhigen Heiligen Abend „in Familie“. Und meine Eltern werden auch nicht jünger. Aber wir werden den 24. nächste Woche wohl nachholen.
  • Den Rest des Tages im großen, weiten Internet verbracht, den Erstblog aufgeräumt, zwischendurch Wunsch-Krankenkost gekocht (Suppe und Buchteln).
  • München erlebte heute mit 20,7°C den wärmsten Heiligen Abend, seit es Wetteraufzeichnungen gibt. Also habe ich mittags noch einen Spaziergang durch den nahen Park gemacht. Jogger in kurzen Hosen, Kinder, die sich kurzärmlig mit Fußball die Zeit bis zur Bescherung verkürzen.

Park 24-12-12

Einen wundervollen Weihnachtsabend wünsche ich Euch allen!

Der Christbaum auf Nachbars Balkon

Wie bei uns steht bei vielen der eingepackte Christbaum auf dem Balkon und wartet auf seine Entfaltung am 24. Dezember oder auch kurz davor.

Auf dem Weg zu unserer Wohnungstür gehen wir immer am Balkon eines Nachbarn vorbei. Letztes Jahr stand dort die Tage vor Weihnachten ein Christbaum, verpackt als Wurst im klassischen Netz. So stand er auch noch am Heilig Abend, am ersten und am zweiten Weihnachtsfeiertag. Aber nicht nur dann, sondern auch an Neujahr, zu Ostern und Pfingsten.
Ich kenne die Leute nicht, die dort wohnen. Sie sind nie auf dem Balkon. Und doch hat es mich beschäftigt. Was war passiert? Was war los? Es brannte immer wieder Licht – also war Leben in der Wohnung. Aber warum kauft man einen Christbaum und läßt ihn dann eingepackt stehen – über Monate. Irgendwann im Sommer war er dann verschwunden.

Dieses Jahr steht wieder einer auf dem Balkon – noch eingepackt. Wenn er dieses Jahr wieder dort bleibt, weiß ich jetzt, daß alles ok ist. Die Nachbarn vermeiden einfach, daß er die Wohnung voll nadelt oder einfach keinen Platz hat.