18. März 2013 – was vom Tage übrig bleibt …

  • Trocknung BodenDiese Nacht hat doch wieder gezeigt – Lattenroste machen Sinn. Selbst bei unserer sehr hohen, noch guten Matratze fehlte „eine Kleinigkeit für den optimalen Schlaf“ unter direkt auf Boden.
  • Wie konnte ich mir eigentlich einbilden, während des Rausreißens des Teppichs und des Abschleifen des Schlafzimmerbodens arbeiten zu können? Aber wenigstens waren alle Arbeiten bis 11 Uhr abgeschlossen, so daß der Rest des Tages während der Trocknung der Spachtelmasse Ruhe herrschte.

Wiesen und Stege

Was soll denn das, liebe IHK Berlin und liebe Wirtschaftsjunioren Berlin, die Ihr diese Kampagne unterstützt? Was wollt Ihr damit vermitteln? Welches Bild wird der Zielgruppe, den jungen Leuten, suggeriert?

Initative – Ich mach mich selbständig!

Arbeitet man, wenn man selbständig ist, nur in Parks, Wiesen und auf Stegen? Ist alles Sonnenschein und heile Welt? Es gibt nur Freiheit, Glück und blauen Himmel?

Natürlich „arbeite“ auch ich mal auf einem Steg am Ammersees. Aber nur, weil mein Kunde dort ein Seegrundstück mit Boot besitzt und ich den Steg im März auf Winterschäden inspiziere und ggf. gleich von dort den Handwerker per Telefon oder Mail beauftrage, oder … an einem Sonntag, an einem freien Tag, wenn die Woche wieder nicht zum Abarbeiten der offenen Punkte reichte und ich auch in der Sonne noch ein paar Mails vom Tisch bringen muß. Natürlich kann es aber auch sein, daß der Kunde am Sonntag anruft. „Sie ist selbständig, dann erreiche ich sie ja.“ (Wobei meine Kunden gut erzogen sind und dies tatsächlich nur im Notfall tun.)

Und auf der Wiese arbeite ich, wenn im Kundenbüro auf dem Land mal wieder kein Handy-Empfang ist und ich auf die Wiese muß, um zu telefonieren … oder schaue, ob die Maulwurfshügel in der Wiese vielleicht doch von Wühlmäusen stammen und der Kammerjäger kommen würde.

Liebe IHK, genau dann arbeite ich auf Stegen und Wiesen.

Natürlich hat die Selbständigkeit Vorteile, man kann tagsüber etwas privat erledigen, das man als Angestellter sicher nicht so einfach dazwischenschieben kann. Aber dann zeigt auch Fotos von Nachtschichten am Schreibtisch, in denen man nämlich diese Freiheiten ausgleichen muß.

Es macht keinen Sinn, Berufsanfängern und Einsteigern in die Selbständigkeit zu suggerieren, daß das ein Zuckerschlecken ist. Dann scheitern mehr als nötig.

(Link über @kittykoma auf Twitter.)

8. März 2013 – was vom Tage übrig bleibt …

  • Das Businessfrühstück habe ich, wie gestern schon in die Überlegungen miteinbezogen, ausfallen lassen. Der Vormittag war aber dann doch nicht Schreibtisch-geprägt sondern spielte sich in einem Kundenhaus ab – überraschender Handwerkerbesuch. Aber doch noch Zeit gehabt, ein paar Sachen zu erledigen, wie Schuhmacher, Wochenendeinkauf, Bank und Reinigung. Mittags wenigstens zuhause am Schreibtisch. Unangenehmer Verwaltungskram für Kunden am Nachmittag.
  • Dazwischen ein Telefonat mit einer Freundin, Mutter von zwei kleinen Kindern. Während dieses Telefonats mußte ich mich schwer zurückhalten. Ich war überrascht, erschrocken, fast ein bißchen schockiert über ihre Einstellung. Der Kinderarzt hatte bei einem Kind ein Defizit entdeckt, wahrscheinlich einfach mit Logopädie und heimischer Übung zu beheben. Aber sie weigert sich diesen Weg zu gehen, es ist ihr zu viel Aufwand. Ich nehme mich in solchen Gesprächen über Kinder immer etwas zurück, zu schnell kommt vielleicht der Vorwurf „Du hast doch keine eigenen …“. Diplomatisch kam ich aber auch nicht weiter. „Der geht schon seinen Weg.“ Nur welchen.

7. März 2013 – was vom Tage übrig bleibt …

  • Knapp sechs Stunden für ein Kundenprojekt eine Facebook-Seite erstellt und Fotos hoch geladen. Für genau solche Arbeiten ist als Hintergrund-Musik Solo Piano auf radio.de sehr angenehm. Eigentlich höre ich kein Radio während der Arbeit, das habe ich nie getan, weder zur Schul- noch zur Studienzeit, nicht während noch so stupider Ferienjobs. Ich höre eher Fernsehen, ich habe in der Studienzeit und vor allem in den Wochen vor dem Diplom immer den Fernseher im Hintergrund laufen gehabt. Klappt wunderbar. Fördert die Konzentration und die Aufnahmefähigkeit. Bei mir wenigstens.
  • Noch mal die Sonne genießen und kurz den Arbeitstag für einen Gang zum Bio-Markt unterbrechen. Das erste Mal den Hackenporsche verwendet. Toll! Fährt super, leicht, läßt sich an den Einkaufswagen hängen. Und es paßt unglaublich viel rein.

Shopper

  • Morgen früh bin ich zu einem zweimal jährlich stattfindenden Business-Frühstück eingeladen. Ca. 80 Männer und eine Frau hören im Ballsaal einer 5* Hotels den Ausführungen dreier Banker zu den Makro- und Micro-Entwicklungen zu. Manchmal interessant, manchmal super langweilig. Alle Männer im schwarzen Anzug – macht mich immer aggressiv, diese Uniformierung. Trage an dieser Veranstaltung grundsätzlich eine andere Farbe. (Oder vielleicht lasse ich es ausfallen und verdiene am heimischen Schreibtisch Geld?)

4. März 2013 – was vom Tage übrig bleibt …

Das Versicherungsdilemma bzgl. der kaputten Glasscheibe von letzter Woche setzt sich fort:

  • Meine KFZ-Versicherung zahlt nicht, da der Schaden nicht mit meinem Wagen passiert ist.
  • Die KFZ-Versicherung des Autohaus-Leihwagens zahlt nicht, weil Eigentum des Leihwagen-Halters beschädigt wurde ohne Beschädigung des Leihwagens an sich.
  • Meine private Haftpflicht zahlt nicht, weil ein KFZ beteiligt ist.
  • Meine Betriebshaftpflicht zahlt nicht, weil ein KFZ beteiligt ist.

Schön, daß alle wissen, wer nicht zahlt. Ich hätte einfach sagen sollen, ich habe meine Handtasche aus Versehen gegen die Scheibe geschwungen. Den Bumps hätte sie auch gehabt.

(Wenn ich jetzt das Haus zum Einsturz gebracht hätte – nur mal so, theoretisch gefragt, dann würde ich jetzt nicht nur über 997,84 Euro reden …)

tbc

Scheibe

3. März 2013 – was vom Tage übrig bleibt …

Tulpe

  • Ein Wochenende mit zwei Terminen bei Kunden. Brauch‘ ich nicht immer, gehört aber dazu. Außerdem Rechnungen schreiben (Monatsende), Schreibtisch mal wieder leer bekommen.
  • Am Sonntagmorgen brummte der Gefrierschrank, der auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Überlegungen zu einem kleinen Küchenumbau (da die Hälfte der Kücheneinrichtung zur Mietwohnung gehört, sind wir etwas eingeschränkt). Ich träume von einem zweiten Kühlschrank mit Null-Grad-Fach. Erste Lösungsansätze.
  • Ein Spaziergang in der Sonne, aber bei kaltem Wind – die Antihistamine im Anschluß aus der Medikamenten-Kiste herausgeholt. Die nächste Woche kann kommen.
  • Es wird Zeit, Frühling! Gerne mit Unterbrechung, aber komm‘ endlich.
  • Mal wieder: Weniger geschafft als vorgenommen … aber vielleicht war auch die To-Do-Liste zu lang.

21. Februar 2013 – was vom Tage übrig bleibt …

So viel passiert, die letzten zwei Wochen. Viel zu denken, weniger zu schreiben.

Vielleicht kommt der Schreibfluß, wenn ich mit etwas profanem anfange:

Ein IKEA-Frühstücksbesuch mit der Freundin, regelmäßig alle drei Monate. Eigentlich brauchen wir nichts, das Frühstück reißt uns auch nicht vom Hocker, aber eine liebgewordene, inzwischen jahrelange Gewohnheit, die wir nicht einschlafen lassen und für die ich mir auch immer mal Zeit frei schaufle. Diesmal in der Echinger Dependance, verbunden tatsächlich mit drei Einkäufen – ein Kopfkissen, Batterien und einem Schreibtisch-Beistelltisch.

Mein Schreibtisch ist sehr klein. Inzwischen strategisch klein, denn auf einem großen habe ich auch nicht mehr Platz, ich stelle einfach nur mehr zu. So habe ich tatsächlich nur das Notebook und mein Notizbuch darauf liegen. Da ich aber immer mehr an zwei Notebooks parallel arbeite, wollte ich doch nicht in diesen Fällen immer an den Eßtisch ausweichen.

Jetzt er da der kleine Tisch, genau richtig.