Nathalies Regungen

… im Kopf und in den Beinen

Mein Pferdetrauma

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Selten hat eine Blogparade so gut zu mir gepaßt, wie die über Pferde- und Ponytraumata von Anne. Ich glaube, ich muß das im Berichtsstil hinterlassen, denn Erlebniserzählung geht irgendwie gar nicht, irgendwie traumatisch.
Damals:
  • Urlaub in den Dolomiten mit Eltern. Ich 9 Jahre. Noch nie auf einem Pferd.
  • Alm am Arsch der Welt, Kinderreiten.
  • Ich quengel, quengel. Auf den lahmsten Gaul der Welt gesetzt worden. Der Mann nimmt mir noch die Jacke ab, gibt sie meiner Mutter. In dem Moment geht der lahme Gaul durch, warum auch immer. Ich falle in eine weiche Moorwiese, stehe auf und sage: “Mama, warum baumelt der Arm so komisch?”
  • Notarzt, Fahrt über Alpenpässe bei Blaulicht und Tatütata, angeschnallt auf der Liege, hektische Funksprüche mit der Klinik, weiß noch, daß ich die Hektik und die ernsten Gesichter um mich herum komisch fand. War ja “nur” ein Armbruch, hatte ich schon einmal gehabt.
  • “Massen” Menschen, die auf mich in der Notaufnahme Brixen warteten, sofort in den OP. Blick kurz vor der Narkose auf die Brennerautobahn, das weiß ich noch wie heute – fand ich toll. (Man kann von der Autobahn heute noch Richtung OP-Saal sehen.)
  • Danach mit offenem Gips im August lange im Krankenhaus gelegen, ernste Blicke von Ärzten und Eltern (Knochen/Muskeln/Nerven alles oberhalb des Ellenbogens gebrochen, gerissen). Tolle Krankenhausküche, wirklich ein Traum (Frühstück, Kuchen, Suppe, Mittagessen, Eis, Kuchen, Suppe, Abendessen). Habe in der Zeit meine ersten guten Italienisch-Kenntnisse erworben. Wurde von den Schwestern umhegt und umsorgt. Meine Zimmergenossin war eine junge Frau, die nach einem Gewitter ein Geröllfeld runtergerutscht ist. (Anblick ganz schlimm).
  • Irgendwann nach Hause. Vorstellung im deutschen Krankenhaus, Sensation. (“Den Arm hätten wir nicht dran gelassen.”) Arm gelähmt ab Schulter. Krumm und schief. Drei Jahre dreimal die Woche Krankengymnastik und Elektroschocks.
Heute:
  • Ein immer noch krummer, aber unauffällig funktionierender Arm mit erträglichen Einschränkung.
  • Dankbar für die Brixener Ärzte, die durch ihre Erfahrungen bei den ganzen Skifahrer-Knochenbrüchen genau die richtigen für diese OP waren.
  • Und dankbar, daß der Arm noch da ist, wo er sein sollte.
  • Nie wieder auf einem Pferd, Gaul, Pony o.ä. gesessen.

Written by Nathalie

01/08/2013 at 18:32

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9. Juni 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

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  • Geplant: Um 8 Uhr am Strand zu sein und einen Strandtag mit Sonnenschirm und Liegen voll auszukosten. Realität: Wecker ausgeschaltet und weitergeschlafen.
  • Um 10 Uhr am Strand. Bis 12.30 Uhr die Sonne genossen, dann zog es zu. Dunkle Gewitterwolken. Während der ersten Regentropfen zurückgelaufen.
  • Internet stark vemißt. Ich bin abhängig.
  • Blogbeiträge offline schreiben, stricken, lesen, Endspiel im Tennis (Paris) anschauen, schlafen.

Gelesen:

  • Frankfurter Sonntagszeitung
  • “Tausend kleine Schritte” von Toni Jordan auf dem Kindle und parallel
  • “Tierische Profite” von Donna Leon als Buch

Written by Nathalie

27/06/2013 at 07:30

8. Juni 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

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  • Frühstück in der Wohnung. Dann die Sachen erledigen, die eine Ferienwohnung so mit sich bringt: Einmal durchkehren und nass aufwischen, Wäsche waschen.
  • Mittags zum Strand – kalter Wind. Nach dem Mittagessen wieder zurück auf den windgeschützten Balkon, lesen, stricken, schlafen … wie immer.
  • Der Wind läßt nach, erstes Abendessen in der Sonne auf dem Balkon. Abends ein Spaziergang ins Zentrum – langsam wacht das Städtchen auf, die Italiener kommen, die Sonne treibt sie ans Meer.

Gelesen:

  • “Der Meister” von Tess Gerritsen (fertig)
  • “Tausend kleine Schritte” von Toni Jordan
  • Süddeutsche vom Samstag

Written by Nathalie

26/06/2013 at 07:30

7. Juni 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

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  • Großes Frühstück in der Ferienwohnung. Danach packen wir den Hackenporsche und machen uns auf Richtung Ort, um Einkäufe zu erledigen.
  • Marmeladengläser müssen im Haushaltswarenladen gekauft werden, im Feinkostladen wird Aceto bebunkert, Grießmehl, Schinken, Käse und Milch folgen im kleinen Supermarkt. Dann gehts zum altbekannten Marktstand. Wir werden nach der Kirschmarmelade gefragt und auf die kleinen Erdbeeren aufmerksam gemacht. Es gibt nur noch ungespritzte kleine, aber sehr süße, die Saison neigt sich hier schon dem Ende zu. Gute 2,5 kg Erdbeeren kommen noch auf die Einkäufe drauf und ab gehts “nach Hause”.
  • Mittag am Strand, nachmittags lesen, schlafen, Erdbeeren zerkleinern und 11 Gläser Erdbeermarmelade machen.
  • Abendessen in der nahen Lieblingspizzeria (Pizza catalana mit Shrimps, Zwiebeln und frischen Tomaten sowie Pizza Frutti di mare), dazu einen Tiefenbrunner Feldmarschal, ein exzellenter, komplexer Müller-Thurgau. “Einfach” kann so gut sein.

Gelesen:

  • “Der Meister” von Tess Gerritsen
  • Süddeutsche vom Freitag

Written by Nathalie

25/06/2013 at 07:30

6. Juni 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

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  • Donnerstag – unerschütterlich seit Jahren: Markttag. D.h. schnelles Frühstück und los gehts.
  • Der Markt hier ist ein Markt für die Einheimischen. Natürlich verirren sich in der Urlaubssaison auch ein paar Touris hierher, aber über 90% der Besucher sind von hier. Seit Jahren denken der Mann und Papa ihren Unterhemdenbedarf hier. Für 13 Euro sind die Hemden nicht günstig, aber von so guter Qualität, daß wir jedes Jahr die Bestände auffüllen. Oder wie diese Woche für nächste Woche vorbestellen, da die gewünschte Größe heute nicht vorrätig ist.
    Weiter gehts zum Bettwäsche- und Tischdecken-Eck. Leinen-Baumwolle-Tischdecken für die Küche sind schnell gefunden. Jetzt fehlt uns noch das gewünschte große Bettdecke über beide Betten. Wir haben uns inzwischen im Sommer so an die italienische Bettenbauweise (1 großes Laken mit einer dünn wattierten Tagesdecke) gewöhnt, daß wir jetzt einen Ersatz für die alte Decke benötigen. Auch hier sind wir uns schnell einig. Wir handeln nicht, denn sie ist so günstig, daß mir Handeln komisch vorkäme und der Händler denkt sich wahrscheinlich: Typisch Touris. Auch ok.
  • Vorbei am Obststand mit der Frage, ob die Kirschen schon Marmeladen-geeignet wären. Der Mann muß sich daraufhin durchs ganze Kirschprogramm hin- und wieder zurückfuttern. Drei Kilo nehmen wir von den hiesigen Süßkirschen mit. Eingepackt werden uns 3,5 kg, denn es könnten ja ein paar “schlechte” dabei sein – insgesamt haben wir dann 10 Kirschen Ausschuß. :-)
  • Die Urlaubsmarmeladen-Produktion wird in Gang gesetzt. Gläser und Gelierzucker haben wir dabei. Eine Waage wird mit Hilfe des Wasserverdrängungsprinzips und des 1-kg-Gelierzucker-Pakets gebastelt. 13 Gläser Kirschmarmelade à gut 300 ml entstehen.
  • Mittagessen und Ruhe am Strand, Lesen, Essen, Schlafen, Spazieren – immer dasselbe sonst.

Gelesen:

  • “Der Chirurg” von Tess Gerritsen
  • Süddeutsche Zeitung vom Donnerstag

Written by Nathalie

24/06/2013 at 07:30

5. Juni 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

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  • Ein großes Frühstück, der Mann holt frisches Pugliese beim Bäcker ums Eck … und gönnt sich dort gleich seinen ersten Cappuccino.
  • Danach genieße ich die Ruhe auf dem Balkon und in der Wohnung während der Mann seinem Bewegungsdrang nachgibt.
  • Mittagessen im Bagno, zurück auf den windgeschützten Balkon.
  • Spätnachmittags Spaziergang in den Nachbarort, vorbei im Schreibwarenladen. Ich habe kein Heft mit in den Urlaub genommen, in das ich normalerweise im Arbeitsalltag meine auflaufenden Infos und To-Dos schreibe. Aber im Laufe der vergangenen drei Tage haben ein Banker und eine Steuerberaterin angerufen, die Interessenten an meiner Tätigkeit haben, außerdem gibt es ein paar Kundenanfragen per Mail. Also: Heft kaufen, reinschreiben.

Gelesen:

  • “Bretonische Brandung” von Jean-Luc Bannalec (fertig gelesen)
  • “Der Chirurg” von Tess Gerritsen
  • Süddeutsche Zeitung vom Mittwoch

Written by Nathalie

23/06/2013 at 07:30

4. Juni 2013 – was vom Urlaub übrig bleibt …

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  • “Frühstück” in der Bar ums Eck.
  • Eine Fahrt in die Tod’s Fabrik mit angeschlossenem Werksverkauf. Das machen wir jedes Jahr und decken damit unseren Taschen- und Schuhbedarf. Dieses Jahr bin ich erfolgreich, der Mann weniger.
  • Mittagessen in Porto Recanati mit Spaghetti vongole, Risotto con frutti di mare, grigliata mista und fritto misto sowie ein Tiramisu und Cafè.
  • Heimfahrt und Erholung vom großen Ausflug auf dem Balkon.
  • Abendspaziergang durchs Städtchen und vorbei beim lokalen Imker – der Akazienhonig ist aus. :-((

Gelesen:

  • Wegen des Ausflugs wenig – in “Bretonische Brandung” von Jean-Luc Banalec

Written by Nathalie

22/06/2013 at 09:30

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