14. November 2019 – was vom Tage übrig bleibt …

… die Nacht war besser. Viel geträumt, aber doch einigermaßen fit aufgewacht nach 7 Stunden mit einer kurzen Unterbrechung.

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… Frühstück und Brotzeit für den Mann vorbereitet, ebenso mein Frühstück – klein geschnittener Toast mit Honig. Ich saß noch, während P schon weg war, am Frühstückstisch und spielte etwas. Punkt 8 im Schlafanzug an den Schreibtisch. Ich freute mich ein bißchen auf den Tag – einfach nur mal Stapel abarbeiten, wenig telefonieren, viele, viele Überweisungen, Finanz-Anlagen, ganz viele Mails und Rechnungen.

… mittags machte ich eine kurze Pause, räumte die Spülmaschine ein und aus, wärmte mir wieder Suppe auf und aß danach Schokolade. Bad, Schlafanzug gegen Trainungshose und Strickjacke sowie Cashmere-Socken getauscht. Ich wunderte mich immer mal wieder, daß ich nichts von dem Dienstleister hörte, dem der Kunde gestern abend die eindeutige Mail geschrieben hatte. Es wird wohl eskalieren. Bei Kunde 2 eskalierte es dann gleich, der Dienstleister und ich tauschten „Rechtsanwalts-Drohungen“ aus. Dann einfach weiter den Stapel abgearbeitet. Nach einem 9-Stunden-Tag aufgehört.

… Abendessen: zahnfreundlicher Milchreis mit Zimtzucker und Orangengelee, mit P den Tag besprochen, gestrickt, gespielt, gelesen, ferngesehen. 22 Uhr: Bett.

13. November 2019 – was vom Tage übrig bleibt …

… nach einer Nacht mit viel Verarbeitung leicht gerädert aufgewacht. Frühstück und für den Mann Brotzeit vorbereitet. Den Toast zum Frühstück in kleine Stückchen geschnitten. Das iPhone meldete, draußen würde es schneien. Den Rolladen hochgezogen – das waren höchstens „nicht so durchsichtige“ Regentropfen (laßt das nicht meinen Physikprofessor hören). Bad, angezogen, Schminke, Sachen gepackt, erboste Mails an ignorante Kunden-Steuerberater geschrieben. Mit dem Auto nach Grünwald gefahren, unterwegs Laugensemmeln zum „Mümmeln“ gekauft.

… im Kundenbriefkasten einen 30 cm Stapel Post vorgefunden. Das Jahresende kommt, bei diesem Kunden sind die Steuererklärungen schon fertig. Und ein großer Punkt von meiner To-Do-Liste damit abhakt. Ansonsten war der Kunde überrascht, daß ich reden konnte und „überhaupt nicht zerschunden“ aussah. 5 ½ h gemeinsames Meeting.

… weiter zum Zahnarzt, das Praxis-Provisorium wurde durch das Labor-Provisorium ersetzt. Dass sich mein massives Abdruck-Problem seit gestern zu einem „Nie-wieder-Abdruck“-Thema gewandelt hat, konnte ich zwar adressieren, aber er war von der Ansage irgendwie überfordert. Vielleicht auch, weil er merkt, wie sehr mich das mitnahm.
Manchmal müssen sich solche Aussagen  aber auch erst mal setzen. Wir sehen uns sowieso nächste Woche wieder. Mal sehen, was dann kommt.

… am heimischen Schreibtisch gearbeitet und telefoniert.

… Maultaschen- und Nudelsuppe zum Abendessen. Mit dem Mann weiteres Zahnarzt- Vorgehen besprochen.

… um kurz von 20 Uhr noch mit einem Kunden telefoniert. Eine Sache ließ mir keine Ruhe. Ich riet ihm zu einem radikalerem Vorgehen. Er stimmte zu und 5-Minuten später erhielt ein Dienstleister eine scharfe Mail von ihm.

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… der Abend klang mit einer Folge Poirot, Strickzeug und Glühwein aus.

***

… zwei Mails mit Empfehlungen für Zahnärzte, die 3D-Computer/CAD-Technik nutzen, trudelten ein. Vielen Dank! Ich werde Termine machen und mich erkundigen. Zeitnah, damit ich im Ernstfall nicht erst suchen muß.

12. November 2019 – was vom Tage übrig bleibt …

… mit der Aussicht auf den Tag doch relativ gut geschlafen. 4.50 Uhr und 5:40 Uhr aufgewacht, um 6:20 aufgestanden. Aus Gründen kleines Frühstück.

… Bad, etwas spielen auf dem iPad, schließlich mit dem Taxi zum Zahnarzt. Alle warteten schon und waren bereit. Die vier oberen Schneidezähne sollen Kronen bekommen. Der Eingriff ließ mich relativ kalt, nur, und das ist tatsächlich seit Jahrzehnten so: Die Abdrücke. Kommt mir jetzt nicht mit „Ja, das ist mir auch unangenehm.“ „Ja, ich muß da auch würgen.“. Ich habe da eine andere Stufe. Ich glaube, Abdrücke sind für mich wie Waterboarding. Nur daß ich nicht ertrinke, sondern ersticke. Alle weiteren Details erspare ich Euch. Ich habe es überlebt. Und ja, für mich ist das überleben. Der Rest: geschenkt.

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… zuhause zum Runterfahren zwei Stunden ferngesehen und gelesen, schließlich zwei Teller Maultaschen- und Nudelsuppe. Schreibtisch.

…  abends kam dann doch noch die Tränen. Das lief nicht gut beim Zahnarzt, obwohl er Bescheid weiß, seit Jahren. Das Ausmaß meines Problems mag er scheinbar immer noch nicht begreifen (obwohl er sonst ein Traumzahnarzt ist, zuhört, erklärt, Lösungen findet). Ich werde das ändern müssen, ich muss mir eine andere Alternative suchen und das auch morgen mit ihm besprechen. Sind 3D Scanner schon soweit? Oder Abdrücke unter kurzer Sedierung?

… zum Abendessen zahnfreundliche Pellkartoffeln und danach Fernsehen und stricken. Die Nacht war eher unruhig, ich verarbeitete noch.

11. November 2019 – was vom Tage übrig bleibt …

Irgendwie hat es mir den Wochenend-Post zerrissen. Na ja, dann eben nicht.

… der Montag startete wie immer mit Frühstück und Lymphdrainage der Arme. Ich fuhr zur Physio gleich mit dem Auto, um danach weiter nach Grünwald zu weiterzudüsen. Arbeit im Kundenbüro, auf dem Weg dorthin eine Leberkässemmel gekauft. Gearbeitet, weiter zu Kunde 2 in Grünwald. Angenehme Besprechung, wenig gearbeitet, meinen Exit Ende Dezember langsam vorbereitet. Der Kunde sucht immer noch nach anderer Arbeit für mich.

… auf dem Heimweg beim Metzger gehalten, Suppenfleisch und Kalbschnitzel gekauft. Zuhause Suppe hingestellt, Kartoffeln gekocht. Zum Abendessen gab es Kalbschnitzel mit Kartoffelsalat, dazu ein alkoholfreies Radler. Die Suppe zum Abkühlen auf den Balkon gestellt – ich brauche sie die nächsten zwei Tage, eine größere Zahnsache steht an. Haare gewaschen und schließlich vor dem Fernseher mit Strickzeug und einer Folge „Methode Hill – Hautnah“.

Zwischenzeitlich – was übrig bleibt …

… es ist viel passiert in den letzten fünf Wochen. Und ich hätte auch gerne geschrieben. Manche Blogbeiträge waren fertig ausformuliert – in meinem Kopf … aber allein mir reichte die Energie abends nicht für das Tippen ins iPad. Und tagsüber war einfach keine Zeit. Wenn zu viel zu tun ist, dann neige ich zu großer Disziplin. Zack, zack, Zack, … Aber die paar freien Minuten, die ich abends hatte, schaute ich lieber in den Fernseher und hatte ein Strickzeug in der Hand. Aktuell auf den Nadeln: Aspen Roots Shawl mit drei Segmenten in der wirklich wunderbar zu strickenden Wolle Malabrigo Rios, Farbe Magenta. Ein schönes Projekt.

… beruflich ist sehr viel zu tun. Der Kunde, von dem ich mich getrennt habe, macht noch Ärger. Ich habe für mich eine Strategie erarbeitet, die mich möglichst wenig Zeit und Nerven kostet. Aber ich werde auf einer Forderung sitzen bleiben, die erste in 15 Jahren. Das ist ärgerlich, weil sie nicht unerheblich ist.

… mit der neuen Kundin läuft es gut an. Wertschätzendes, angenehmes Zusammenarbeiten. Erklären, erarbeiten, diskutieren. In einem reinen Frauenteam. War bis jetzt nie so mein Fall. Woran das wohl liegt? Ich war immer reine Männerteams mit mir als meist einziger Frau gewohnt, ob als Mitarbeiterin oder Chefin.

… mit den anderen Kunden viel gelacht UND viel gearbeitet.

… Wiesn war auch noch. Ich genieße diese Zeit, ich mag sie, den Geruch, die Leute. Die Ober, die Brezenverkäufer, die Standlfrau, die Klofrau, alle sind jedes Jahr wieder da, man begrüßt sich, busselt auf die Wange, alle freuen sich. Es riecht gut, es schmeckt gut. Die Runden sind meist in der gleichen Zusammensetzung, manche schon seit 30 Jahren. Und es ist auch wieder gut, wenn sie nach zwei Wochen rum ist. Sieben Besuche waren es dieses Jahr – unterer Durchschnitt.

… und im Krankenhaus war ich – für eine Untersuchung und 24 Stunden Überwachung danach, denn die Gefahr der Blutung war verhältnismäßig hoch. Der Eingriff war nerviger als geplant. Danach verbrachte ich die Zeit mit Lesen, Podcasts und Netflix. Ausserdem unterhielt ich die 94 jährige Zimmergenossin. Nach 27 Stunden verließ ich die Klinik wieder und fühlte mich fast ein bisschen unsicher auf den Beinen, als ich ins Freie trat (was nicht am Eingriff lag). Ergebnisse habe ich noch nicht.

13. September 2019 – was vom Tage übrig bleibt …

… Gespräch mit einer Interessentin bei gutem Tee im Bayerischen Hof. Innerhalb 50 Minuten unglaublich viel besprochen, am Ende handelseinig geworden. Nächste Woche erstes Arbeitsmeeting. Ich freu mich. Wieder ein ganz anderer Arbeitsbereich.

… für diese Woche reicht es dann aber auch mit Kunden-Hin-Her. Normalerweise halten bei mir Kundenbeziehung, was auch an der Tätigkeit liegt, ewig. Aber diese Woche einer weg, eine dazu – so schnell ging das noch nie. Aber es ist natürlich gut.

… auf dem Heimweg schnell bei Dallmayr reingesprungen, Weißwürste und Brezen mitgenommen. Daheim den kranken P damit versorgt. Aber ohne Bier. Wir kränkeln beide, er mehr – ich weniger. (War heute morgen sehr froh für Make-up und Concealer.)

… und deswegen fuhren wir heute nicht mit dem Zug quer durch ganz Deutschland zu einer Internet-Freundschafts-Ehemann-Geburtstagseinladung, sondern lagen und liegen auf der Couch.

… Andre Agassi war mal mit Barbra Streisand zusammen? Ich bin irritiert. (Das muß ich verdrängt haben – gewußt habe ich das damals sicher.)

12. September 2019 – was vom Tage übrig bleibt …

… das zweite, unbeschreibliche Gespräch geführt. Es war kurz. Für mich endgültig, für den Gesprächspartner nicht. Wahrscheinlich braucht er noch Zeit. Einerseits tat es sehr gut, zu hören, daß man unbedingt gebraucht wird. Aber das macht auf Dauer nicht glücklich, ebenso wenig wie der Verdienst, der nicht gering gewesen wäre. Immer noch das Gefühl: Alles richtig gemacht.
Es wird etwas neues kommen.

… im Homeoffice: Nudeln mit Ei zum Mittagessen.

… P kam kränkelnd nach Hause. Infekte kennt dieser Haushalt eigentlich nur alle fünf Jahre oder so. Ungewöhnlich. Mal sehen, ob/was sich entwickelt.

… ein Wintercape bei Lodenfrey im Online-Sale gesehen, gekauft, geliefert bekommen, wieder zurückgeschickt. Es fließt nicht. Capes müssen fließen, sonst sehe ich aus wie ein Knödel.

… ich folge Frau Netrebko auf Instagram. Er ist einer der Accounts, die ich amüsiert anschaue. Sie reist viel durch die Welt und postet Fotos und Videos von ihren Reisen, Konzerten, aber auch von privaten Feiern und Einkaufstouren. Und bestätigt dabei „ein wenig“ das Neureiche-Russen-Vorurteil. Gestern postete sie ein Bild von einem Konzert in Bremen, bei dem sie ein wunderbares Kleid trug. Oder wie P es, als ich es ihm zeigte, beschrieb: „Die trägt darunter ein gut sitzendes Chassis, auf das der Stoff gekonnt an den richtigen Stellen festgetackert wurde.“ Ich hätte es anders beschrieben, aber nicht besser.