2022-01-17

Zahnarzt in Pandemiezeiten. Ich schrieb schon einmal darüber. Unvergessen der Abend des 23.12.20. Vor knapp einem Jahr wechselte ich den Zahnarzt. Ich hatte mehrere Sitzungen, neue Kronen, neue Füllungen. Aber: Seit einem halben Jahr ist Ruhe. Wann hatte ich in den letzten 17 Jahr mal sechs Monate Ruhe an und in den Zähnen? (Vor diesen vermaledeiten 17 Jahren hatte ich nie etwas.) Die Routinekontrolle stand heute an – natürlich auch bei Hochinzidenzlage. Meine Zähne verzeihen nichts. Aber unglaublicherweise … es war alles ok. Gar nichts zu tun für den Zahnarzt. Wir waren – glaube ich – beide irritiert. Vielleicht beginnen jetzt mal wieder andere Zeiten?

  • Gegessen: Rote-Linsen-Blumenkohl-Curry (für P), Maultaschen-Suppe (für mich)
  • Gehört: Podcast Brennerpass – A Tribute to Hamsti
  • Gehört: SWR3 – Christian Wulff – Der Fall des Bundespräsidenten (über die ARD Audiothek). Kann man anhören, brachte aber nicht viel erhellendes/investigatives.
  • Gesehen: Söhne der Sonne – Die Mayas

2022-01-16

Eltern und SchwieMa zum Mittagessen in Augsburg besucht. Viel gelacht und gequatscht, gut gegessen (Kalbshaxe mit Kartoffelsalat). Danach wurden Macarons inhaliert. Und Eis.
Abends telefoniert und einer Freundin etwas abgenommen.

Pakete gepackt (Schuhe auf Ebay verkauft und überzählige Schnelltest auf Twitter), die morgen auf den Weg gehen.

  • Gegessen: Kalbshaxe mit Kartoffelsalat (ich), die anderen zusätzlich Macarons und Eis
  • Gesehen: NFL
  • Gesehen: Poirot – Die Halloween-Party
  • Gehäkelt: Topflappen (es zieht sich)

2022-01-15

Privaten Papierkram erledigt. Unglaublicherweise nach zwei Jahren Pause auf dem Hauptblog gebloggt.

  • Gekocht: Amerikanische Dry-Age-Ribeye mit Reis und Barbecue-Sauce
  • Gekocht: Clementinen-Gelee und Apfel-Birnen-Mus aus Resten
  • Gesehen: Lauberhorn-Abfahrt
  • Gehäkelt: Topflappen
  • Gestrickt: Blockschal

2022-01-14

Geträumt, dass ich an einem Impfzentrum vorbeispazierte und mir eine vierte Impfung angeboten wurde. Ich stellte mich an. Dann kam mein Hausarzt vorbei, zerrte mich aus der Schlange und war sehr enttäuscht, dass ich nicht zur vierten Impfung zu ihm käme.

Neue Schnelltests sind angekommen, gut und problemlos direkt bei Siemens Healthineers zu beziehen. Bei hoher Virenlast liegt ihre Erkennung bei 87%, die bisher benutzten Hotgen liegen bei 49%. Bei sehr hoher Virenlast erreichen beide 100%.

Im Feinkostgeschäft eingekauft: der Metzger erzählte mir, dass er eigentlich keine Ware mehr aus Frankreich geliefert bekommt, der Fischverkäufer erzählte mir das gleiche. Ich stellte meinen Essensplan um. Und ums Eck beim Blumengeschäft war der sonst für Rosen bekannte und beliebte Laden erschreckend leer. Auch die Rosen kommen aktuell nur spärlich an. Luxusprobleme, ja. Aber man sieht die Auswirkungen der Pandemie.

  • Gefeiert: Ps Geburtstag
  • Gegessen: Brioche mit Beinschinken (Schwarzes Kamel, Wien), Baguette mit Pastrami mittags
  • Gegessen: Scampi und Feldsalat, Hendl aus dem Ofen mit Gemüse
  • Gehäkelt: Topflappen (Mama braucht Neue.)
  • Gehört: Weiter und fertig Cay Rademacher: Tödliche Camargue
  • Gesehen: Letzte Folge (6/6) von Vigil (Arte Mediathek)
  • Gesehen: Queer Eye Texas (Netflix)
  • Getrunken: Vieuve Clicquot und Renato Ratti – Ochetti Nebbiolo 2019 aus der Langhe

2022-01-13

Sparkassen und Banken sind inzwischen so abgeschottet, dass man sich wirklich fragt, ob sie noch Kontakt zu ihren Kunden möchten. Gestern die Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen. Ich landete bei der Zentrale, weil der Mitarbeiter, den ich direkt erreichen wollte, nicht am Platz war. Als ich um nochmaliges Durchstellen bat, wurde ich brüsk mit „Er ist für Sie nicht zuständig.“ in die Hotline weitergeleitet. Die Dame kannte bis dahin nur meinen Nachnamen, weder Anliegen noch Kontonummer konnte sie wissen. Ich wurde morgens um 9 Uhr sehr barsch.

Auch schön in diesem Zusammenhang: Eine Videolegitimation der Sparkassen, die immer dann abbricht, wenn ein Anruf reinkommt. Man fängt immer wieder von vorne an. Nachdem man ungefähr 30 – 40 min auf einen Herrn oder eine Dame eines Sparkassen-Dienstleisters für die Legitimation gewartet hat. Dreimal durchgespielt. Ja, die Sparkasse ist da sehr proprietär unterwegs. „Sie scheinen sehr viel zu telefonieren.“ sagte eine weitere Sparkassen-Mitarbeiterin, als ich ein zweites Mal barsch wurde. Drei eingehende Telefonate in drei Stunden ist doch eher unterdurchschnittlich bei mir.

Mit @novemberregen herzhaft über diesen Tweet gelacht (ja, wir sind schon irr geworden):

Mittags sehr schlecht gelaunt. Sehr schlecht.

Eine Hotelempfehlung für Paris bekommen und ein paar Tage Paris um den 1. Mai 2022 (man muss das Kalenderjahr schon dazuschreiben) recherchiert. P meinte, ich solle doch fünf Tage etwas luftigeres als Paris suchen, sonst wäre ich enttäuscht, wenn es nicht klappen würde. Aber ich will NICHTS LUFTIGERES. Ich will enge Restaurants (was mich früher immer ein bißchen aufgeregt hat in Paris) zum Mittagessen und knallvolle Bars am Abend. Enge Aufzüge auf den Arc de Triomphe und lange Schlangen vor den Museen. Geht gleich wieder. Nichts gebucht.

  • Gebacken: Hefezopf
  • Gegessen: Brokkoli-Lauch-Curry für P, Nudeln mit Ei für mich (da ich allergisch auf die meisten Curry-Zutaten bin)
  • Gehört: ZEIT Podcast – OK, America? „Droht ein zweiter Civil War?“ (Immer noch einer meiner liebsten Podcasts.)
  • Gehört: Weiter mit Cay Rademacher „Tödliche Camargue“
  • Gesehen: „Vigil“ Folge 5 auf ARTE TV

2022-01-12

  • Gegessen: Spaghettini all’arrabiata
  • Gehört: ZEIT Verbrechen „Der lange Kampf der Lydia H.“
  • Gehört: SWR2 „Sherlock Holmes – Charles Augustus Milverton oder Einbrecher im Frack“
  • Gehört: weiter an Cay Rademacher „Tödliche Camargue“
  • Gesehen: Folge 4 von Vigil (ARTE Mediathek) – jetzt wird es etwas unrealisitisch. Wir meckerten mehrfach den Fernseher an
  • Gespielt: Candy Crush Saga, Level 2332 bis 2344 (immer, wenn ich spiele und wieder ein bißchen weiterkomme, hoffe ich, @excellensa einholen zu können, aber dann höre ich auf zu träumen)

2022-01-11

Heute war die Luft irgendwie draußen, zwei Tage so viel erledigt, dass nicht viel Energie da war. Deshalb nur notwendiges erledigt, Buchhaltung gemacht, die Zeit trotzdem genutzt. Das ist dann in Ordnung. Außerdem die erste Italienischstunde nach längerer Zeit gehabt. So viel gelacht dabei, es tat sehr gut.

Mit dem Werkstudenten des Kunden telefoniert, ihn informiert und auch ein bißchen beruhigt. Sein Laborpartner ist positiv auf Corona getestet. Und der sonst sehr coole Herr Student war dann nicht mehr so cool. Er ist dreifach geimpft, ich habe ihn nach Hause geschickt, ihm Arbeit per Kurier versprochen und auch sonst noch organisatorisches geregelt. Fern von der Heimat merkt man ihnen dann doch an, dass sie noch nicht völlig erwachsen sind. (Und generell ist das eben in einer Pandemie alles nicht cool.)

2022-01-10

Meine Mama (Jahrgang 1941) erzählte mir beim abendlichen Familientelefonat Geschichten über Vornamen, die ich nicht kannte. Sie sagt, ich kenne sie. Ich kann mich nicht erinnern. Ich schreibe lieber mal die Fakten auf, nicht dass ich sie wieder vergesse:

  • Meine Tante Karin (Jahrgang 1937) war drei Jahre nicht ins Geburtsregister eingetragen worden, weil der Standesbeamte Karin für einen unangemessenen Namen für eine Deutsche hielt, aber mein Großvater darauf bestand. Dickkopf. Drei Jahre später klappte es. Wahrscheinlich hatte der Mann im Amt gewechselt.
  • Meine Nenn-Tante Ellen hätte Sonja heißen sollen, aber auch hier (auch Ende der 30er Jahre geboren), war Sonja nicht angemessen. Der Vater von Ellen suchte den Namen aus einer Liste von „angemessenen“ Vornamen aus.
  • Meine Mama (Sylvia Doris) hätte eigentlich Iris heißen sollen – auch das verweigerte der Standesbeamte mit einem Hinweis auf nordischen Ursprung. Mein Großvater ließ sich auf die Änderung ein – aber meine Tante Ruth (damals in der Pubertät) versprach, ihre erstgeborene Tochter stattdessen Iris zu nennen. Ich habe eine Cousine mit dem Namen Iris.

Abgesehen von dem Irrsinn der „deutschen“ Vornamen in dieser Zeit – legten die Väter die Vornamen fest? Das lässt sich bei uns nicht mehr nachvollziehen.

Bekannte meine Eltern erzählen auch gerne diese Geschichte zum Thema Vornamen-Findung – sie ist ein wenig lustiger:

Als Fritz (auch ein Kriegsjahrgang) geboren wurde, traf sein Vater einen anderen Freund im Amt, der auch seinen Sohn anmelden wollte. Sie quatschen ein wenig. Am Ende fragte der Vater seinen Freund, wie denn sein Sohn heißen werde. „Fritz“ sagte der Freund. „Ach, dann nenne ich meinen auch Fritz. Ich weiß nicht mehr, auf welchen Namen wir uns geeinigt hatten. Fritz ist ganz nett.“ Als er nach Hause kam war seine Frau total entsetzt. Aber Fritz war nicht mehr zu ändern.

Ansonsten gestern wieder viel gearbeitet und viel vom Tisch gebracht.

2022-01-09

Lasst uns über Rollkragenpullover reden. Ich trage sie seit 40 Jahren mit großer Begeisterung. Sehr gerne in Schwarz, aber gegen Dunkelblau oder Grau habe ich auch nichts.
Als ich gestern durch die Reels bei Instagram blätterte, lächelte mir eine Stewardess entgegen, die den um Aufmerksamkeit heischenden Zeigenfinger hob und dann … den Rollkragen nicht nach außen klappte SONDERN NACH INNEN! Nach Innen. Eine Selbstverständlichkeit wurde in Frage gestellt. Und ich habe mich in Frage gestellt. Warum hinterfrage ich mich 40 Jahre nicht, ob es nicht noch andere Möglichkeiten gibt, den Rollkragen umzuschlagen als nach außen.
Jetzt wand die gestrige, sonntägliche #stapeldesgrauens Runde dagegen ein, daß deutsche Rollkragen-Pullover am Rollkragen eine Naht haben, die das nach Innen legen verbieten würde. Das widerlegte ich aber sofort, denn ich trug auch gestern einen Rollkragenpullover, dessen Naht für ein Innen-Umschlagen gemacht war. Ich werde all meine Rollkragenpullover anschauen und testen müssen.

Ansonsten ruhiger Tag mit viel Arbeit (aber ich brachte auch viel vom Tisch – sehr befriedigend), gutem Essen und Einschlafproblemen.

Gegessen: Rehgulasch mit Kartoffelbrei und Rosenkohl
Gesehen: NFL
Gestrickt: Blockschal

2022-01-08

Ein normaler Samstag, langes Frühstück, etwas aufräumen, viel kochen (einiges mit dem Thermomix aka Bimby ausprobiert, nachmittags arbeiten. Mit einem Kunden die Aktivitäten für sein langes Wochenende in Paris zusammengestellt. Sehr viel Paris-Liebe verspürt und deswegen ein wenig traurig gewesen.