Zweiter Pandemie-März …

… war ein Auf und Ab. Es war so viel los – und doch nichts.

  • Mama, Papa und meine SchwieMu hatten ihre ersten Impfungen. Juhuuuuu!
  • Zwei der drei größeren Zahnarzt-Eingriffe fanden statt, der dritte wird im April folgen.
  • Ein Muttermal wurde entfernt.
  • Ich war in zwei Online-Live-Führungen von Museen und auf einer Online-Live-Lesung.
  • Das erste Mal Click+Collect bei IKEA.
  • Ich lerne zusammen mit Novemberregen bei einer Lehrerin online italienisch. („Warum wollt Ihr italienisch lernen?“ „Uns ist langweilig.“)
  • Zu viel gearbeitet, Ende des Monats aber dann einen wirklichen Durchhänger gehabt.
  • Das virtuelle Büro hatte einjähriges Bestehen.
  • Ich habe voraussichtlich am 23. April einen Impftermin mit BioNTech. Ggf. auf Warteliste sogar noch davor.
  • AstraZeneca wurde zweimal als Impfstoff gestoppt. Der erste Stop führte zu großem Frust, der zweite war dann schon irgendwie nicht mehr so schlimm.
  • Wir haben einen Urlaubstermin festgelegt – und werden ganz vernünftig zuhause sein.
  • Ich habe zu viele Pressekonferenzen gesehen oder auf sie gewartet.
  • Meine Geduld ist nicht mehr die Beste bei Menschen, die völlig unvernünftig handeln.
  • Ansonsten ist es immer der gleiche Trott …

Lese- und Hörliste – Februar 2021

Gehört – Musik:

Gehört – Reportagen/Hörspiele:

Gehört – Hörbücher:

Podcast – wie im Januar, die neuesten Folgen. Hier gab es keine Neuentdeckungen.

Gesehen:

  • Die Brücke – Staffel 1 + 2 + 3 – spannend, überraschende Entdeckung (Netflix)
  • Die letzte Schlacht – ein Kriegsfilm aus den 60ern (ARTE Mediathek)
  • Dupin – Bretonische Verhältnisse (ARD One Mediathek)
  • Dupin – Bretonisches Leuchten (ARD One Mediathek)
  • Dupin – Bretonische Flut (kann man alle drei als leichte Abendunterhaltung ansehen, die Charaktere haben aber nichts mit denen in den Büchern zu tun)
  • F.C. Gundlach – Meister der Modefotografie (ARTE Mediathek), u.a. geht es um diese Fotografie
  • Luther – Staffel 3 und 4 (über Netflix)
  • SuperBowl LV
  • Und einmal täglich Nachrichten.

Ums Eck …

… einfach noch mal abends kurz das Hotelzimmer verlassen, durch den Frühlingsregen in die nahe Bar ums Eck rennen, einen Mini-Tisch in der Fensternische ergattern, ein Glas Wein bestellen, ein plateau de charcuterie noch hinterher, einfach aus der Lust heraus, ein weiteres Glas Wein. Die Fußgänger auf der Rue Bonaparte beobachten, den Regen, die Autos. Reden, Pläne für den nächsten Tag machen.

2022 wieder?

Lese- und Hörliste – Januar 2021

Gehört – Bücher:

Gehört – Podcasts:

  • Brennerpass – alle aktuellen Folgen
  • Herstory – ich arbeite mich langsam durch vergangenen Folgen (danke für den Tipp, Duotonal)
  • Unter Pfarrerstöchtern (ZEIT) – alle aktuellen Folgen
  • Verbrechen (ZEIT) – alle aktuellen Folgen
  • Auf den Punkt (Süddeutsche Zeitung) – manche aktuellen Folgen
  • Das Coronavirus-Update (NDR) – alle aktuellen Folgen
  • Sprechen wir über Mord? (SWR2)- alle aktuellen Folgen
  • OK, America? (ZEIT) – alle aktuellen Folgen
  • 11 Leben – Die Welt von Uli Hoeneß – alle aktuellen Folgen

Gesehen:

  • Ted Lasso – Staffel 1 (Apple TV) – sehr, sehr gerne gesehen, große Empfehlung. Viel Witz, aber auch Tiefgang. Selbst wenn man kein Fußball oder Football-Fan ist, ist es sicher ganz wunderbar. Bis in die Nebenrollen bestens besetzt.
  • Das Damengambit (auf Netflix) – sehr gerne gesehen
  • Lupin (auf Netflix) – gut unterhalten worden, aber nicht immer ganz logisch – und das ärgert mich, wenn die Handlung viel mit Logik spielt
  • Virgin River (auf Netflix) – schon ein bißchen sehr seicht; ich bin immer versucht, die Figuren anzuschreien, warum sie so doof/naiv o.ä. sind.
  • The Crown – Staffel 4 (Netflix) – sehr gerne gesehen, für mich wahrscheinlich die beste Staffel bis jetzt.
  • Suits – Staffel 8, 2. Teil (Netflix) – gut gemacht, toll ausgestattet, aber eigentlich auch zuende erzählt.
  • Quantico – Staffel 1 (Amazon Prime Video) – in der 3. Episode abgebrochen. Erinnert mich sehr an „How to get away with murder“. Komische Psychospielchen. Uninteressant.
  • Über den Dächern von Nizza (Amazon Prime Video) – gut gealterter Film. Sehnsucht nach der Côte d’Azur bekommen.

Gesehen „im Fernsehen“:

  • Inauguration von President Biden
  • Green Bay Packers – Tampa Bay Buccaneers
  • Und meist einmal täglich Nachrichten.

Silkpaca …

… von Malabrigo hatte ich mir bestellt – eine Mischung aus Seide und Alpaka (aus Uruguay). Ich wollte damit einen sehr feinen Zick-Zack-Schal stricken. Aber das Probestück, das ich begann, sah nicht gut aus. Das Muster wirkte unregelmäßig. Auch mit der Haptik war ich nicht zufrieden. Als ich das Garn zweifädig verstrickte, war es fast eine Offenbarung, wunderbar weich und sanft. Aber immer noch tue ich mir mit dem Muster schwer.

Aus irgendeinem Grund probierte ich ein Patentmuster aus. Sehr schöner Griff, super weich, aber ich werde keinen breiten Patentmuster-Schal stricken, ich halte das nicht durch, ich mag Patent nicht besonders. Und die Wolle ist dafür auch ein bißchen verschwendet, finde ich.

Hat jemand eine Musteridee für einen breiten, edlen Schal?

Das mit den Zähnen …

… ist einfach eine Fehlkonstruktion. Bei mir seit 10 Jahren. Davor hatte ich nichts, gar nichts. Dann ging es los. Der Alt-Zahnarzt (seit 20 Jahren mein Zahnarzt) war gewissenhaft und tat sein Bestes. Er fand Wege und Möglichkeiten für manch ungewöhnliches. Empfahl oder riet von OPs ab. Betreute mich gut nach größeren Kiefer-OPs, hatte immer Notfall-Termine für mich. Das einzige Thema, das wir nie lösen konnten, war das Problem mit dem Abdruck. Ich schrieb hier schon darüber. Und beim letzten Abdruck ging einiges schief. Ich sprach es an, er war verständnisvoll, hatte aber keine Alternative. Das Thema 3D-Scan-Modell würde auch nicht den Qualitätsanforderungen entsprechen. „Wir bekommen das schon hin mit dem Abdruck.“

Aber mich drückte das Thema, die nächste Krone würde kommen, ich wollte nicht unter Schmerzen handeln und Entscheidungen auf die Schnelle treffen müssen. Also ging ich im Frühjahr (trotz Corona) los und suchte einen Ersatz-Zahnarzt. Zahnarzt 1 wurde mir im Internet empfohlen, da war es aber schwer, einen Gesprächstermin zu bekommen. Irgendwie war das nicht auf dem Plan dieses Arztes, ein Vorab-Gespräch. Gut, dann nicht. Zahnarzt 2 wurde mir von meiner Apothekerin empfohlen. Ein sehr netter, junger Zahnarzt, der sich viel Zeit nahm, aber kein 3D-Scan-Modell anbieten konnte. Aber er empfahl mir einen Kollegen, einen Studienfreund, der selbst unter großem Würgereiz leiden würde und die 3D-Technologie seit Jahren anbietet.

Zahnarzt 3, nennen wir in Neu-Zahnarzt und spoilern hiermit, nahm sich viel Zeit. Zeigte mir die Kamera, die Gerätschaften, die während des Scans im Mund sein würden, die Schleifmaschine und die Rohlinge. Ich mag sowas und ich mag, wenn Zahnärzte das handwerklich sehen und erklären können. Dieser Zahnarzt sollte im Moment meine Notlösung sein. Und irgendwann auch mein Neu-Zahnarzt, denn mein Alt-Zahnarzt hat das Pensionsalter schon überschritten.

Mitte Dezember hatte ich Kieferschmerzen, ging zum Alt-Zahnarzt. Er fand nichts. Röntgen nötig? Nein. Da wäre alles ok. Der HNO vermutete eine Gesichtsnerventzündung, schickte mich aber am 23.12. nochmal zum Röntgen in die Notfall-Zahnsprechstunde. Ich erinnerte mich an meinen Neu-Zahnarzt, rief mittags dort an und bekam um 17 Uhr noch einen Nottermin. Am 23.12.! Er röntgte und fand einen kariösen Zahn, den er mir in einer knapp 2-stündigen Abend-Sitzung vor der Wurzelbehandlung rettete. Das war toll. Er bat aber darum, Mitte Januar für einen Rundum-Check wiederzukommen.

Was ich auch diese Woche tat. Und er fand zwei weitere, schwierig zu erreichende, kariöse Stellen sowie eine entzündete Zahnwurzel. Alle drei Sachen klar auf dem Röntgenbild sichtbar, auch für mich (ich habe Übung mit Zahn-Röntgenbildern). Alles kurzfristig anzugehen, auch wenn ich noch keine Schmerzen habe. Bei der entzündeten Zahnwurzel würde es aufgrund der Lage schwierig werden – er erklärte mir das Vorgehen.

Den Alt-Zahnarzt, der von meinem weihnachtlichen Notfall inzwischen wußte, suchte ich damit auf und fragte um seine Meinung bei der Zahnwurzel. Er fand das alles nicht schlimm und empfahl zu warten. Das Röntgenbild der Zähne hatte ich ihm in die Hand gedrückt – die zwei kariösen Stellen, klar sichtbar, fielen ihm nicht auf. Ich sprach sie nicht an. Er ging davon aus, daß ich im März zum normalen Check wiederkommen würde.

Die kariöse Stelle 1 habe ich vom Neu-Zahnarzt gestern beseitigen lassen. Für Stelle 2 und 3 muss ich Termine vereinbaren. Ich werde das bei ihm machen lassen, seine Erklärung war mir logisch und schlüssig. Und seine Behandlungen liefen jedesmal ohne Würgen meinerseits ab.

Vom Alt-Zahnarzt möchte ich mich ordentlich verabschieden. Das wird schwierig. Ich weiß noch nicht wie. Und irgendwie hätte ich ihn gern als Notfall-Zahnarzt. Aber ich glaube, recht wäre ihm das nicht sein. Aber dann ist das halt so. Manchmal enden Geschichten.

(… geschrieben mit Zahnschmerzen an Stelle 3, der Zahnwurzel, die eigentlich erst im März dran sein sollte)

Der Staat, die Stadt – und die Mitarbeiter:innen

Vor langer, langer Zeit habe ich mich einmal für eine Führungsposition bei einer großen Stadt beworben. Für die ausgeschriebene Stelle paßte ich perfekt. (Über das Gehalt reden wir jetzt mal nicht.) Die Stellenbeschreibung war herausfordernd, die Stadt hatte sich Gedanken gemacht, hier sollte etwas umgekrempelt werden, Innovation, Projektmanagement und knackige Entscheidungswege sollten in diesen Bereich einziehen. Und ich wurde zum Bewerbungsgespräch geladen. Abgesehen davon, daß ich jung und weiblich war, sprach nichts gegen mich.

Das Gespräch verlief sehr gut. Ich konnte, was die Stadt wollte. Ich zeigte Lösungswege, Einsparpotentiale, Verbesserungsmöglichkeiten auf. Dies war auch nicht so schwer, denn es lag wirklich viel im argen. Die Herren, die mir gegenüber saßen, und ich – wir waren uns sympathisch. Nur irgendwann stellte ich die Frage, ob sie das wirklich alles wollten, was sie sich wünschten. Und es durchsetzen würden. Nein, das wollten sie nicht, sie träumten. Wir verabschiedeten uns sehr freundlich und gingen weiterhin getrennte Wege.

An dieses Gespräch denke ich in den letzten Tagen sehr oft, wenn es um Projektmanagement in der Pandemie geht, um Prozesse in Behörden, um Verhandlungen und Verträge für Impfstoff, um Kommunikation in großen Projekten. Ja, es ist Pandemie. Und ja, es ist unsere erste. Da darf viel schief gehen. Da werden falsche Entscheidungen getroffen. Das ist in Ordnung für mich. Aber die grundlegenden Themen wie Verhandlungen, Verträge oder Kommunikation müssen funktionieren. Aber das ist nicht so und jetzt fällt es auf. Das tut alles sehr weh.

Die guten Projektmanager:innen/Einkäufer:innen/Verhandler:innen sitzen nicht in Behörden und Verwaltungen. Sie verdienen mehr Geld in der Wirtschaft oder werden als Berater:innen für noch mehr Geld (aber weniger Verantwortung und eingeschränkt durch die Verwaltenden) eingekauft.

Was von vier Wochen übrig bleibt …

… tatsächlich gut zwei Wochen über Weihnachten und Neujahr Ruhe gegeben und nicht gearbeitet. Soweit ich mich erinnern kann, das erste Mal während meiner Berufstätigkeit. Eigentlich mag ich die ruhigen Tage zwischen den Jahren, an denen man den Schreibtisch frei bekommt, ohne Überstunden zu machen. Aber es war auch nötig. Den letzten Rest gab mir ein größerer Zahneingriff am 23.12.20 um 17:30 Uhr für gut knapp zwei Stunden. Das hätte es wirklich nicht mehr in diesem Jahr gebraucht. Danach war ich durch mit diesem Jahr. Bis Papa an Silvester noch einen Fahrradunfall hatte. Um 0 Uhr flossen dann doch ein paar Tränen. Viel Hoffnung für 2021.

… einiges ausgeräumt, verschenkt, verkauft. Aber noch nicht den Zustand erreicht, den ich gerne hätte. Aber es wird.

… viel gestrickt, gelesen, gehört, gesehen.

… seit 11. Januar 2021 wieder am Schreibtisch. Hinterher rennen. Jahreswechsel, Quartalswechsel. Viel Papier. Vielleicht habe ich aber Ende Januar alle Altlasten abgearbeitet. Das wäre schön.

Ansonsten ist alles wie immer: Pandemie. Pandemie-irr.
Aber auch weiterhin schön: #viruellesbuero und #stapeldesalltags.